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Perspektiven mediativer Kompetenzentwicklung

Eine explorative Studie zur retrospektiven Evaluation einer Mediationsausbildung durch interkulturell arbeitende Kräfte aus sozialen und pädagogischen Handlungsfeldern

Doris Klappenbach

Dieses Buch widmet sich der Frage, wie die Ausbildung von Mediation und Mediativer Kommunikation (insbesondere im universitären Kontext) einen wesentlichen Beitrag zur Etablierung von sogenannten Schlüsselkompetenzen leisten kann. Die mit der These «Mediation für interkulturelle Kompetenz» zusammengefassten Untersuchungsergebnisse zur Wirksamkeit einer Mediationsausbildung bestätigen: Die Kompetenzerweiterung zum Umgang mit Diversität als eine klassische Überschneidungssituation liegt im gleichstellungsorientierten Reflektieren und dem allparteilichen Wertschätzen der emotionalen und sozialen Bindung an den jeweiligen kulturellen und personenimmanenten Hintergrund. Mediationsausbildung trägt dazu bei, die Ambiguitätstoleranz zu stärken, Toleranz und Souveränität im Umgang mit schwierigen und in konfliktreichen Situationen zu fördern.

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1 Das Forschungsdesign

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Bei der hier dargestellten qualitativen Untersuchung ging es darum, Erkenntnisse und Ideen zur Wirkung und (insbesondere hochschuldidaktischen) Gestaltung von Mediationsausbildung zu gewinnen. Die dargestellten Ergebnisse beanspru- chen weder Vollständigkeit noch allgemeine Gültigkeit. Die Antworten der leit- fadengestützt narrativ interviewten Mediator/inn/en beziehen sich auf das von ihnen erfolgreich absolvierte Mediationsausbildungskonzept. Sie verdeutlichen damit mehr oder weniger übereinstimmende subjektive Wahrnehmungen zur Wirksamkeit der Ansätze. Diese kleine Stichprobe ist statistisch nicht signifi- kant, erscheint aber im Zusammenhang der Forschungsarbeit repräsentativ16. Aktuell lassen sich den hier dargestellten Ergebnissen der Untersuchung eva- luierende Faktoren entnehmen. Auch weisen sie darauf hin, inwieweit eine Me- diationsausbildung zur Entwicklung von interkultureller Kompetenz beitragen kann. Nicht zuletzt findet sich in den dargestellten Aussagen eine Fülle interes- santen Materials, die in deren weitere Ausbildungsarbeit im Bereich Mediation und Mediative Kompetenzentwicklung einfließen, reintegriert werden kann. Um auch Lesenden aus anderen Fachgebieten einen nachvollziehbaren Ein- blick in das Forschungsdesign zu ermöglichen, werden in diesem Kapitel metho- dische Einzelheiten zur Inhaltsanalyse ausgeführt. 1.1 Ein Blick aufs Ganze – Der Forschungszusammenhang Zum besseren Nachvollziehen der Untersuchungsergebnisse gibt die folgende Abbildung einen Überblick über den Forschungsrahmen, in dem die Interviews einzuordnen sind. 16 nicht für die Grundgesamtheit, sondern für die hier getroffene Auswahl 18 Vorbereitung und Konkretisierung des Forschungsvorhabens Begriffsklärung und Bestandsaufnahme • Stand der Theoriediskussion • Literatur- und Dokumentenanalyse zum Themenbereich Mediation und Interkulturelle Kompetenz • Überprüfung der Hypothesenbildung • Auswertung von vorhandenen Konzepten und Evaluationen zur Mediati- on als Methode in der Interkulturellen Arbeit • Auswertung...

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