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Der Todesbegriff im Strafrecht

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Marie-Sophie von Thannhausen

Was ist als Tod des Menschen im strafrechtlichen Sinne anzusehen? Seit der angeregten Diskussion über den menschlichen Tod rund um das Gesetzgebungsverfahren zum Erlass eines Transplantationsgesetzes in den 90iger Jahren war es insgesamt, und so auch in der (Straf-) Rechtswissenschaft, ruhiger um die Frage nach dem Ende des menschlichen Lebens geworden. Doch nicht zuletzt das Positionspapier des amerikanischen President’s Council on Bioethics «Controversies in the Determination of Death» aus dem Jahre 2008 und die Reformdiskussion in Bezug auf das Transplantationsgesetz (2011/2012) haben gezeigt: Die Frage nach dem Ende des menschlichen Lebens bleibt eine immerfort aktuelle Grundsatzproblematik des menschlichen Daseins. Gerade das Strafrecht als «schärfster Hüter des Lebensschutzes» ist in besonderem Maße gefordert, sich ihr zu stellen. So hat die Untersuchung den Versuch unternommen, unter Berücksichtigung verschiedener herausgearbeiteter Aspekte (u. a. anhand einer ausführlichen Erörterung diverser (medizin-)strafrechtlicher Fallkonstellationen wie der (postmortalen) Organentnahme von Hirntoten) einen angemessenen Todesbegriff für das Strafrecht zu finden. Der Blick in andere Rechtsgebiete diente dabei insbesondere dazu, den strafrechtlichen Horizont zu erweitern und den zunächst an rein strafrechtlichen Kriterien orientierten Todesbegriff auf seine Konsistenz (u. a. Stichhaltigkeit, Schlüssigkeit, Vertretbarkeit) im Hinblick auf die Erkenntnisse aus anderen Rechtsgebieten zu überprüfen.

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Vorwort

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Die vorliegende Arbeit wurde von der Juristischen Fakultät der Ruprecht-Karls- Universität Heidelberg als Dissertation angenommen; die mündliche Prüfung fand am 15.11.2012 statt. Mein besonderer Dank gilt meinem Doktorvater Herrn Professor Dr. iur. Dr. h. c. Thomas Hillenkamp für seine Begleitung und Betreuung der Arbeit. Er hat mein Interesse an der Thematik der Untersuchung in einem seiner Seminare während meiner Studienzeit geweckt und gab mir sodann die Anregung, sich dieser in einer Dissertation anzunehmen. Herrn Professor Dr. iur. Ralph Ingelfinger danke ich für die Erstellung des Zweit- gutachtens. Düsseldorf, den 1.12.2012 Marie-Sophie Freiin v. Thannhausen

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