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Die Bindung der Mitgliedstaaten an die Unionsgrundrechte

Artikel 51 Abs. 1 S. 1 GRCh und das Protokoll Nr. 30 über die Anwendung der Charta der Grundrechte der Europäischen Union auf Polen und das Vereinigte Königreich

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Julia Mall

Mit der Rechtsverbindlichkeit der Charta der Grundrechte der Europäischen Union durch den Vertrag von Lissabon ist der europäische Grundrechtsschutz in eine neue Phase getreten. Damit stellen sich auch neue Fragen zur Bindung der Mitgliedstaaten an die Grundrechte der Charta sowie an die Grundrechte aus allgemeinen Rechtsgrundsätzen. Insbesondere auch wegen des Protokolls, durch welches dem Vereinigten Königreich und Polen – im Nachhinein auch der Tschechischen Republik – besondere Garantien im Blick auf die Charta zugestanden wurden. Julia Mall befasst sich mit der für das Verhältnis von Unionsrecht und nationalem Recht insgesamt grundlegenden Frage nach der Bindung der Mitgliedstaaten an die Unionsgrundrechte, die in der Rechtsprechung und der Literatur noch keiner eindeutigen Antwort zugeführt worden ist.

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Inhaltsverzeichnis

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Vorwort ................................................................................................................. 5 Einleitung ............................................................................................................ 11 1. Kapitel Grundlagen und Kontext der mitgliedstaatlichen Grundrechtsbindung .............. 19 2. Kapitel Der kleinste gemeinsame Nenner ....................................................................... 25 A. Die Rechtsprechung des EuGH ............................................................... 25 I. Hauer, Klensch und Wachauf ........................................................... 25 II. Bostock ............................................................................................. 28 III. Die Entwicklung nach dem Vertrag von Lissabon ........................... 28 B. Reaktionen und dogmatische Einordnung ............................................... 31 3. Kapitel Der status quo der Rechtsprechung des EuGH ................................................... 35 A. Die Bindung bei der Umsetzung von Richtlinien .................................... 35 I. Der Stand der Rechtsprechung.......................................................... 36 1. Die ersten Anzeichen .................................................................. 36 2. Johnston und Coote ..................................................................... 37 3. Die Bindung im Rahmen der Umsetzungsspielräume ................. 38 a) Mangold ................................................................................ 38 b) Familienzusammenführungsrichtlinie ................................... 40 c) Kücükdeveci .......................................................................... 41 II. Reaktionen und dogmatische Einordnung ........................................ 42 1. Gänzliche Ablehnung einer Bindung .......................................... 42 2. Anerkennung einer umfassenden Bindungswirkung ................... 43 3. Differenzierte Lösung ................................................................. 44 III. Stellungnahme .................................................................................. 45 B. Die Grundrechtsbindung im Rahmen der Grundfreiheiten ...................... 47 I. Die Grundfreiheiten .......................................................................... 47 8 II. Grundrechte als Schranken-Schranken der Grundfreiheiten ............. 49 1. Die ersten Anzeichen: Rutili ....................................................... 49 3. Die ersten Anzeichen der ERT-Rechtsprechung: Cinéthèque ..... 51 III. Grundrechte als Schranken der Grundfreiheiten ............................... 54 1. Die Anfänge: Familiapress .......................................................... 54 2. Schmidberger .............................................................................. 55 3. Omega ......................................................................................... 56 4. Viking und Laval ........................................................................ 57 5. Sayn-Wittgenstein ....................................................................... 59 IV. Reaktionen und dogmatische Einordnung ........................................ 60 C. Fazit ......................................................................................................... 65 4. Kapitel Die Idee einer grenzenlosen Grundrechtsbindung .............................................. 69 A. Grundrechtsverpflichtung aus Loyalität .................................................. 69 B. Die Grundfreiheiten ................................................................................. 70 C. Neue Bindungskonstellationen durch den EuGH? .................................. 71 I. Karner ............................................................................................... 72 II. Steffensen ......................................................................................... 73 III. Österreichischer Rundfunk ............................................................... 75 D. Die Unionsbürgerschaft ........................................................................... 77 I. Die Anfänge ...................................................................................... 78...

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