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Islam im europäischen Kontext

Selbstwahrnehmungen und Außensichten

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Edited By Bülent Ucar

Dieser neunte Band der ROI – Reihe für Osnabrücker Islamstudien – stellt die Dokumentation der Ringvorlesungen im Rahmen des Studienganges Islamische Religionspädagogik der Universität Osnabrück dar. Der Sammelband ist eine weitere Vertiefung der in den vorangegangen ROI-Bänden aufgeworfenen Fragestellungen zu Islam und Integration in Europa. Im Mittelpunkt der Beiträge steht, wie gelebte Vielfalt in Einheit in Zeiten von Säkularisierung und Individualisierung auch für die muslimische Umma in Deutschland und Europa realisiert werden kann. Wie kann sich also eine heterogene Gesellschaft im Sinne von Anerkennung, Partizipation, Gleichberechtigung und Normalität entwickeln? In den versammelten Beiträgen werden zahlreiche Blickwinkel auf islam- und integrationspolitische, islamtheologische, interreligiöse und religionswissenschaftliche Fragen präsentiert.

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VIII. Deutsche Islamdebatte und Deutsche IslamKonferenz

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VIII. Deutsche Islamdebatte und Deutsche Islam Konferenz Die Deutsche Islam Konferenz. Die erste Phase 2006-2009: Ein zusammenfassender Rückblick Von Johannes Gabriel Goltz „Muslime in Deutschland – deutsche Muslime“: Das Leitmotiv der Deutschen Islam Konferenz, die am 27. September 2006 ins Leben gerufen wurde, um- schreibt die Herausforderung sehr treffend: Wie kann es gelingen – vor dem Hintergrund zahlreicher, zum Teil auch wachsender Gegensätze und daraus re- sultierender Spannungen in der Gesellschaft – das Miteinander und den gesell- schaftlichen Zusammenhalt zu fördern? Deutschland ist in den letzten Jahrzehnten vor allem durch Zuwanderer aus muslimisch geprägten Herkunftsstaaten religiös und kulturell vielfältiger gewor- den. Mittlerweile leben in Deutschland ca. vier Millionen Muslime, das sind un- gefähr fünf Prozent der Bevölkerung. Knapp die Hälfte von ihnen besitzt bereits die deutsche Staatsangehörigkeit.1 Ungefähr 2.600 islamische Gebetsstätten gibt es in Deutschland, ein größer werdender Anteil davon sind repräsentative, im Stadtbild deutlich als Moschee erkennbare Gebäude. Der Prozess des „Heimischwerdens“ des Islam – einer Religion, die für große Teile der Mehr- heitsgesellschaft bisher fremd ist – wird jedoch heute noch oftmals als Bedro- hung wahrgenommen. Grundlage für ein gedeihliches Miteinander in der religiös vielfältigeren Ge- sellschaft Deutschlands, auch aus der Sicht der Teilnehmer der Islamkonferenz, ist das hiesige historisch gewachsene Verhältnis von Staat und Religion. So ist Religionsfreiheit ein im deutschen Grundgesetz verankertes Grundrecht und damit besonders geschützt. Religionsfreiheit ist gleichwohl nicht „grenzenlos“; sie findet ihre Schranken in den...

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