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Die personenkonstituierenden Motive im Gesamtwerk von Siegfried Lenz

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Melanie Keutken

«Man kann gehen, wohin man will, man kommt nie als der zurück, der man einmal war.» Das vorangestellte Zitat aus dem 1990 veröffentlichten Roman Die Klangprobe von Siegfried Lenz weist bereits indirekt auf das Thema der Untersuchung hin: Im Vordergrund der Arbeit stehen die Handlungen des fiktiven Personals, sowie die äußeren und inneren Umstände, welche Veränderung evozieren bzw. Handlungen bedingen. Anhand der personenkonstituierenden Motive soll dargestellt werden, auf welche Weise Lenz sein «Personal» im Gesamtwerk handeln und entscheiden lässt. Um einen besseren Überblick zu gewährleisten, wird das Lenzsche Œuvre nach Gattungen getrennt und innerhalb dieser chronologisch bearbeitet.

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Die akademischen Arbeiten aus Düsseldorf, die unter dem historisch legitimierten Titel „Maß und Wert“ erscheinen werden, verfolgen das Ziel, die problematische Bindung von Wissen- schaft an Ethik mittelbar und unmittelbar anzusprechen. Die intensive aktuelle Debatte geht vor allem von naturwissenschaftlichen Erkenntnissen aus, doch sie ist seit den Jahren der deutschen und jüdischen Katastrophe unabdingbarer Bestandteil der Selbstreflexion der deut- schen Literaturwissenschaft. Die Zeitschrift „Maß und Wert“ war in den Jahren 1937-1940 eines der Mittel, mit denen Thomas Mann sich der Verkennung der deutschen Entwicklung entgegenstellte. Inhaltlich sollen die germanistischen Studien ihr Maß aus dem Wert des Menschen gewinnen, sich systematisch im Hinblick auf den Vers „The proper study of mankind is man“ aus Ale- xander Popes Lehrgedicht „Essay on Man“ begründen lassen. „Euch ist kein Maß und Ziel gesetzt“ – das sind Worte Mephistos, nachdem Faust den Pakt mit ihm geschlossen hat, zu- gleich aber Ausdruck der objektiven Gefährdung des neuzeitlichen Forschens. Sie wird im Werk Friedrich Nietzsches mit dem Kollektivsingular „im Menschen ist Geschöpf und Schöp- fer vereint“ vielfach variiert ausgeführt. Methodisch ist die Reihe für alle Zugänge offen, möchte nicht in den Ton des Baccalaureus im „Faust“ II verfallen, der „anmaßlich“ findet, was nicht der eigenen Perspektive entspricht. Volkmar Hansen

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