Show Less

Dolmetschmodelle – erfasst, erläutert, erweitert

Series:

Dörte Andres, Martina Behr and Maren Dingfelder-Stone

In diesem Sammelband werden verschiedene Dolmetschprozessmodelle vorgestellt: von der kognitiven Verarbeitung des Inputs über das interaktive Zusammenspiel der Kommunikationspartner bis hin zum Rollenverständnis des Dolmetschers in seinem situativen Kontext. Diese Modelle, die in erster Linie dem Simultandolmetschen zuzuschreiben sind, werden von den AutorInnen kritisch beleuchtet und im Hinblick auf eine Übertragung auf das Konsekutivdolmetschen erweitert. Es entsteht damit ein Überblick über die Vielfältigkeit sowie die Ausbaufähigkeit vorhandener Dolmetschprozessmodelle, anhand derer auch die Komplexität des Dolmetschens an sich deutlich wird.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Dorothee Jacobs: Conceptual Base Found?: Eine Übertragung von Barbara Mosers Prozessmodell des Simultandolmetschens auf das Konsekutivdolmetschen

Extract

89 Conceptual Base Found?: Eine Übertragung von Barbara Mosers Prozessmodell des Simultandolmet- schens auf das Konsekutivdolmetschen Dorothee Jacobs 1 Einleitung Als Barbara Moser1 1978 ihr Modell des Simultandolmetschens veröff- entlichte, war der Ansatz der Prozessmodelle noch relativ neu. In den Anfängen der Dolmetschwissenschaft bediente man sich zumeist der Dokumentation von Erfahrungen der Dolmetscher, über die man wissen- schaftliche Aussagen zu treffen versuchte. Diese Herangehensweise lieferte zwar wertvolle Ansätze, in den 1970er Jahren genügte dies den Wissenschaftlern jedoch nicht mehr – es bedurfte eines theoretischen Rahmens. Somit begann man, die komplexen Vorgänge beim Simultan- dolmetschen in Form von Prozessmodellen zu theoretisieren. Ziel war es, das vorhandene Wissen über den Dolmetschprozess formal darzustellen, empirische Versuche zur Untersuchung der Prozesse zu entwickeln sowie der Dolmetschwissenschaft mehr Kohärenz zu verleihen und Anstöße für weitere Forschung zu geben (vgl. Moser-Mercer 2002: 149). Moser studierte an der Universität Innsbruck Konferenzdolmetschen und war eine der Ersten, die im Bereich der Dolmetschwissenschaft eine Dissertation anfertigte. Die Besonderheit ihrer wissenschaftlichen Arbeit ist ihre interdisziplinäre Sichtweise, im Rahmen derer sie Erkenntnisse aus der Psycholinguistik und der Kognitionswissenschaft heranzieht. Im Jahr 1996 gründete Moser die Zeitschrift Interpreting, in der Beiträge aus der Dolmetschwissenschaft veröffentlicht werden. Moser ist aktiv in Beruf und Lehre und hat sowohl in den Vereinigten Staaten am Monterey Institute of Interpreting Studies als auch an der École de traduction et d’interprétation der Universität Genf unterrichtet, wo sie auch Kurse zur Aus- und Weiterbildung von...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.