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Kölner Konferenz zur Fachtextübersetzung (2010)

Edited By Monika Krein-Kühle, Ursula Wienen and Ralph Krüger

Dieser Band versammelt die Beiträge der Kölner Konferenz zur Fachtextübersetzung, die am 21. und 22. Oktober 2010 am Institut für Translation und Mehrsprachige Kommunikation der Fachhochschule Köln stattfand. Die Beiträge spiegeln die aktuellen Forschungsinteressen der Fachtextübersetzung in folgenden Rahmenthemen wider: naturwissenschaftlich-technische Übersetzung, Übersetzungstechnologie, Schnittstellen zwischen Fachsprache und Fachkommunikation, Gemeinsprache und Literatur, Probleme der Rechtsübersetzung sowie besondere Einzelaspekte der Fachtextübersetzung.

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5. Besondere Aspekte der Fachtextübersetzung

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Eurolinguistik und Fachtextübersetzung Wolfgang Pöckl (Innsbruck) 1 Eurolinguistik Der Forschungszweig, für den Norbert Reiter den Namen Eurolinguistik geprägt hat (vgl. z. B. Reiter 1999), kann als „Erfindung“ der deutschsprachigen Slawis- tik gelten. Seit kurzem ist er durch ein voluminöses Handbuch (Hinrichs 2010) aus der Reihe der bei Harrassowitz in Wiesbaden erscheinenden Slavistischen Studienbücher quasi legitimiert. Der folgende Beitrag versucht zu skizzieren, wie ein eurolinguistischer Ansatz Probleme der Fachtextübersetzung beleuchten könnte und wie umgekehrt Erkenntnisse zur Fachtextübersetzung die Euro- linguistik um eine wichtige Dimension erweitern könnten, da Texte (im Sinn von Textstrukturen bzw. Textbauplänen) bisher kaum als Aufgabengebiet der Eurolinguistik gesehen wurden. Was ist nun die Mission der Eurolinguistik oder, etwas weniger pathetisch aus- gedrückt, ihre selbstgestellte Aufgabe? Der Name, kann man sagen, ist Programm. Die Eurolinguistik versucht die Gemeinsamkeiten der europäischen Sprachen herauszuarbeiten, ohne freilich die Unterschiede zu vernachlässigen. Unity in Diversity heißt das Motto der Europäischen Union, das auch gut auf die Eurolinguistik anwendbar ist. Sinnvollerweise fixiert die Eurolinguistik ihren Blick nicht nur auf die sprachlichen Strukturen, sondern versteht Europa als Kulturraum, in dem sich – eben kulturbedingt – einzelsprachenübergreifend Kongruenzen herausgebildet haben: im Wortschatz, in der Syntax, in der Phraseologie, aber auch in der Pragmatik. Der Eichstätter Linguist Joachim Grzega zeichnet beispielsweise verantwortlich für einen Artikel des Handbuchs, in dem er die Ergebnisse seiner Erhebungen zu Fragen der Art skizziert: • Wie bedankt man sich für eine Gefälligkeit? • Wie reagiert...

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