Show Less

Überseekauf im Agrarhandel

Die Kontraktpraxis nach GAFTA und Einheitsbedingungen- Eine rechtsvergleichende Darstellung

Series:

Tristan Wegner

Die Abhandlung befasst sich mit der Vertragspraxis im (inter-)nationalen Getreide- und Futtermittelhandel. Sie behandelt dabei auch einen Schnittstellenbereich zwischen Seerecht und Handelsrecht – den Überseekaufvertrag. Die Arbeit beleuchtet die englischen Verträge der GAFTA, die auch von Deutschland aus im internationalen Handel mit Agrarrohstoffen eingesetzt werden. Die Bestimmungen der GAFTA-Verträge werden detailliert kommentiert und mit der deutschen Vertragspraxis verglichen. Dazu werden die im innerdeutschen Handel vorherrschenden «Einheitsbedingungen im Deutschen Getreidehandel» herangezogen und erläutert. Die Ausarbeitung schließt damit eine Lücke in der deutschen Literatur. Weder die Verträge der GAFTA noch die Einheitsbedingungen wurden bislang hinreichend behandelt.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

7 Schlussfolgerungen und Endergebnis

Extract

Die vorangegangene Darstellung hat sich umfassend mit den Verträgen der GAFTA und deren Einbettung ins englische Recht beschäftigt. Dabei sind auch zahlreiche Einzelaspekte zutage getreten, in denen sich deutsche Kontrakte, wie die Einheitsbedingungen, und englische Verträge unterscheiden. Häufig handelt es sich dabei jedoch nur um Nuancen. So unterschieden diese sich lediglich bei der Dauer von Fristen oder in der Frage, wem das Wahlrecht für Entscheidungen zusteht. Aber auch die Fristenberechnung ist beispielsweise unterschiedlich, da sie entweder in Geschäfts- oder Kalendertagen erfolgen kann. Auch sind die Fristen nach Einheitsbedingungen häufig kürzer als nach GAFTA. Das dürfte der Tatsache geschuldet sein, dass die Einheitsbedingungen primär für den in- ländischen Handel entwickelt wurden, bei denen kürzere Fristen häufig ausrei- chen. Diese Detailunterschiede muss aber jeder Kaufmann kennen, der in der Ab- wicklung tätig ist. Anderenfalls läuft er Gefahr, seine kontraktlichen Pflichten zu verletzen. Je stärker der Markt sich in der Zwischenzeit zuungunsten der ande- ren Partei bewegt hat, umso größer ist das Risiko, dass die andere Seite dieses zum Anlass nimmt, den Vertrag aufzuheben. In ihrer Gesamtheit weisen sowohl die Einheitsbedingungen als auch die Verträge der GAFTA aber einen vergleichbaren Regelungsrahmen auf. Dieses ist einerseits darauf zurückzuführen, dass die Einheitsbedingungen sich aus den Verträgen der GAFTA entwickelt haben. Um 1900 richtete der inländische Ge- treide- und Futtermittelhandel sich vor allem nach dem lokalen Recht der Ge- treidebörsen. Im Au...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.