Show Less

Der betriebliche Datenschutzbeauftragte

Series:

Danguole Hackel

Das Buch verfolgt das Ziel, das Rechtsinstitut des betrieblichen Datenschutzbeauftragten umfassend darzustellen. Dabei stehen seine Rechtsstellung aus arbeitsrechtlicher Sicht, insbesondere seine Bestellung, seine Befugnisse, sein Verhältnis zum Betriebsrat sowie die Beendigung seines Amtes im Mittelpunkt. Die Autorin widmet der Beendigung des Amtsverhältnisses und dem Schicksal des Datenschutzbeauftragten im Zusammenhang mit Unternehmensumstrukturierungen dabei besondere Aufmerksamkeit. Sie beleuchtet die wichtigsten Problemfelder und zeichnet gangbare Wege de lege lata auf. Darüber hinaus stellt sie Vorschläge de lege ferenda zur Verbesserung der geltenden Rechtslage vor.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

6 Interner versus externen Datenschutzbeauftragten im Unternehmen

Extract

Das in § 4f Abs. 2 S. 3 Hs. 1 BDSG vorgesehene Wahlrecht zwischen der Be- stellung eines internen oder externen Datenschutzbeauftragten ermöglicht der verantwortlichen Stelle eine ihren Bedürfnissen bzw. Wünschen entsprechende unternehmerische Lösung. Wie oben in verschiedenen Zusammenhängen bereits festgestellt wurde, kann die Art der Bestellung des Datenschutzbeauftragten un- terschiedliche Folgen auslösen. Vor diesem Hintergrund ist im Folgenden im Wesentlichen zusammenfassend zu erörtern, welche Vorteile und Nachteile die Bestellung eines internen bzw. externen Datenschutzbeauftragten mit sich bringt. Im Zusammenhang mit der Bestellung lässt sich die Frage, welche Art der Bestellung vorteilhafter ist, nicht eindeutig beantworten. Sowohl der interne als auch der externe Datenschutzbeauftragte muss die dem Amt gerechte Fachkunde und Zuverlässigkeit nach § 4f Abs. 2 S. 1 BDSG1241 besitzen. Der externe Daten- schutzbeauftragte wird dieses Amt regelmäßig gewerbsmäßig ausüben und dem- entsprechend über die erforderliche Fachkunde und Zuverlässigkeit sowie Erfah- rung auf dem Gebiet des Datenschutzes in verschiedenen Branchen verfügen, wobei er, selbstverständlich unter Wahrung der Verschwiegenheitspflicht nach § 4f Abs. 4 BDSG, auch Synergie-Effekte gewinnbringend einsetzen kann1242. Im Falle der Bestellung eines internen Datenschutzbeauftragten wird der Arbeit- geber seinen Mitarbeiter, den er für eine solche Funktion vorgesehen hat, in der Regel kennen und ein gewisses Vertrauen in seine Fähigkeiten haben. Da dieser aber bisher andere Aufgaben wahrgenommen hat, wird allerdings ein Einarbei- tungs- sowie Qualifizierungsaufwand entstehen, wobei der Arbeitgeber die Kos- ten der erforderlichen Schulungen nach § 4f Abs. 3 S. 7 BDSG tragen...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.