Show Less

Rechtsetzung im Bereich der Wettbewerbsregeln der Europäischen Union und des organisierten Fußballs

Series:

Helena Sophia Wirsing

Die Untersuchung leistet einen Beitrag zur Beantwortung der Frage, ob für sportliche Regelwerke der Fußballverbände DFB, UEFA und FIFA und unionsrechtliche Wettbewerbsregeln eine spezielle Regelung seitens der Europäischen Union möglich, sinnvoll und notwendig ist. Es werden Kriterien für die Erforderlichkeit von Sekundärrecht entwickelt, um dann die Rechtsetzungsmöglichkeiten im Konfliktbereich organisierter Fußball- und Wettbewerbsregeln zu analysieren. Die Untersuchung schlieWettbewerbsregeln zu analysieren. Die Untersuchung schließt sich der Ansicht der Kommission in ihrem «Weißbuch Sport» nicht an; denn in den wichtigen Bereichen des organisierten Profifußballs ist es erforderlich, die unionsrechtlichen Wettbewerbsregeln durch Sekundärrecht zu konkretisieren.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Teil 5: Ergebnis in Thesen

Extract

1. In den Verträgen findet sich keine Definition des Begriffs „Wettbewerb“. Ins- besondere der EuGH bewegt sich im Bereich der in der Literatur diskutierten wettbewerbspolitischen Modelle und Wettbewerbsdefinitionen, ohne sich dabei konkret auf eines dieser Modelle bzw. auf eine dieser Definitionen festzulegen. 2. Nicht nur der Fußball an sich, sondern auch der Profifußball lässt sich unter die engste Definition von Sport subsumieren. 3. Die Begriffe Sportverband und Sportverein können nicht synonym verwendet werden, da hinter diesen Begriffen zwei verschiedene Institutionen stehen. Nach deutschem Recht kann jedoch sowohl der Sportverband als auch der Sportverein ein Verein im Sinne des BGB sein. 4. Wie ein Großteil der Sportarten ist der Fußball in einem pyramidenförmigen Sportverbandssystem organisiert, das streng hierarchisch ausgerichtet ist. Der Sinn und Zweck dieses hierarchischen Aufbaus ergibt sich aus der Eigenart des Wettkampfsports. Da ein Wettkampf einheitliche Rahmenbedingungen benötigt, damit ein Leistungswettbewerb stattfinden kann, bei dem Chancengleichheit ge- währleistet ist, müssen die Rahmenbedingungen verbindlich sein. Eine solche Verbindlichkeit kann grundsätzlich nur durch einen hierarchischen Aufbau mit einer monopolistischen Struktur erreicht werden. 5. Der Begriff sportliche Regelwerke steht für die Regelwerke der Sportverbände, die in der Praxis auch als Statuten oder Charta bezeichnet werden. Die sportli- chen Regelwerke sind kein Synonym für Spielregeln bzw. Sportregeln, sondern die Spielregeln oder Sportregeln sind üblicherweise in den sportlichen Regelwer- ken festgeschrieben, stellen also einen Bestandteil dieser Regelwerke dar. Obwohl die „Kernbestimmungen“ des sportlichen Regelwerkes eines Sport- verbandes regelmäßig...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.