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Karl Ludwig Freiherr von Bruck

Ein Wirtschaftsfachmann ohne Beamtenmentalität

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Eva Macho

Karl Ludwig von Bruck (1798-1860), Gründer des «Österreichischen Lloyd», höchst effizienter Handelsminister der ersten Ära Kaiser Franz Josephs I., später Internuntius in Konstantinopel, wurde schließlich im März 1855 Finanzminister, um als Retter in der Not den daniederliegenden Staatshaushalt zu sanieren. Der fähige Wirtschaftsfachmann setzte alle ihm zur Verfügung stehenden Kräfte für die Konsolidierung des Budgets ein. Letztlich scheiterte er am verlorenen Italienkrieg, aber auch an den ständigen Intrigen der zahlreichen neiderfüllten und missgünstigen Feinde. Ziel dieser Arbeit war es, den Facettenreichtum der Persönlichkeit Brucks, die ehrgeizigen Pläne zur Schaffung eines einheitlichen mitteleuropäischen Wirtschaftsraumes und sein kompromissloses Engagement für Österreich und seinen Monarchen in Ansätzen zu erfassen.

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Vorwort

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Karl Ludwig Freiherr von Bruck kann ohne Zweifel als einer der reformfreudigs- ten und effizientesten Politikerpersönlichkeiten der ersten zehn Regierungsjahre des jungen Kaisers Franz Joseph I. bezeichnet werden. Die atemberaubende Karriere und der tiefe Fall des Ministers bieten einen besonderen Anreiz, sich mit seinem Leben auseinanderzusetzen. Mit größtem Interesse – da persönlicher Natur – befasste sich Gustav Skraba mit dem Werdegang, den Höhepunkten der Ministertätigkeit und dem jähen Ende seines Ururgroßvaters. Neben der beruflichen Arbeit widmete sich der Nachkomme Brucks viele Jahre, auch während einer schweren Krankheit, der Aufspürung von Quellen und von allen möglichen Anhaltspunkten. Nach dem plötzlichen Tod Gustav Skrabas sah sich seine Gattin, Frau Mag. Monika Skraba, einer Sammlung von eher ungeordnetem Material gegenüber. Es galt nun, diese Unterlagen zu sichten und aufzuarbeiten. Als Autorin der Arbeit möchte ich hier einiges Erwähnenswerte anführen. Die mir übergebenen Dokumente sind meist Kopien von Originalen ohne nähere Angaben ihrer Her- kunft. Ich habe sie trotz dieser Mängel verwendet. Ergänzend dazu habe ich im „Österreichischen Staatsarchiv“ in mehrere Nachlässe, in Geschäftsstücke des Handels- und des Finanzministeriums und in die diesbezüglichen Ministerproto- kolle Einsicht genommen. Außer der Biographie Brucks von Richard Charmatz: „Minister Freiherr von Bruck. Der Vorkämpfer Mitteleuropas“, erschienen im Jahr 1916, und einer Dissertation von Wolf-Dieter Burgstaller: „Das österreichische Handelsministe- rium unter Karl Ludwig Freiherr von Bruck, und der Kampf um die politische und wirtschaftliche Vormachtstellung im deutschen...

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