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Ausbildungsvorbereitung im Deutschunterricht der Sekundarstufe I

Die sprachlich-kommunikativen Facetten von «Ausbildungsfähigkeit»

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Edited By Christian Efing

Wirtschaft und empirische Bildungsforschung bemängeln einhellig fehlende sprachlich-kommunikative Kompetenzen von Auszubildenden und BewerberInnen. Dennoch hat die Deutschdidaktik den Übergang von den allgemeinbildenden Schulen in eine Ausbildung bislang weitgehend vernachlässigt. Der Band widmet sich dieser Schnittstelle. Vor dem Hintergrund der These, dass die sprachlich-kommunikativen Defizite nicht nur individuell, sondern auch institutionell zu verantworten sind, konfrontiert die Arbeit empirische Befunde zu den sprachlich-kommunikativen Kompetenzen von Jugendlichen am Ende der Sekundarstufe I mit empirischen Ergebnissen zu den sprachlich-kommunikativen Anforderungen an diese Jugendlichen in Ausbildung und Beruf. Dieser Abgleich mündet in einer Diskussion, wie der Deutsch-, aber auch der Fachunterricht in der Sekundarstufe I die SchülerInnen auf die sprachlich-kommunikativen Anforderungen einer Ausbildung vorbereiten kann.

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II. Einblicke I: Sprachlich-kommunikative Kompetenzen am Übergang von der allgemeinbildenden Schule in die Ausbildung

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II Einblicke I: Sprachlich-kommunikative Kompetenzen am Übergang von der allgemeinbildenden Schule in die Ausbildung Lesekompetenz von BerufsschülerInnen – Befunde und Konsequenzen Volker Rexing, Christina Keimes und Birgit Ziegler (Aachen, Darmstadt) Abstract Seit der ersten internationalen Schulleistungsstudie PISA im Frühjahr 2000 er- fuhr die Frage nach der Förderung von Basiskompetenzen erhöhte Aufmerk- samkeit. Vor dem Hintergrund der alarmierenden Befunde insbesondere im Be- reich des verstehenden Lesens wurde die Entwicklung von Lesekompetenz auch als notwendige Aufgabe der beruflichen Bildung erkannt. Eine Reihe von För- derbemühungen wurde initiiert, um die bedenklichen Leseleistungen junger Er- wachsener im Sinne von Ausbildungs- und beruflicher Handlungsfähigkeit wei- terzuentwickeln. Der vorliegende Beitrag bemüht sich zunächst um eine begriff- liche Klärung des Konstrukts Lesekompetenz und referiert anschließend aktuelle empirische Befunde zur Lesekompetenz von Haupt-, Real- und Berufsschüle- rInnen kurz vor bzw. während ihrer beruflichen Erstausbildung. Es folgt eine kritische Reflexion der Ergebnisse, in der theoretisch und praktisch fundierte Faktoren identifiziert werden, die zu Unterschieden in der Lesekompetenz bei- tragen können. Die spezifischen Konsequenzen für die Diagnostik und Förde- rung von Lesekompetenz im Kontext von Ausbildungs- und beruflicher Hand- lungsfähigkeit deutet das nachfolgende Kapitel an. Der Beitrag schließt sodann mit einem Ausblick, der die Herausforderungen an didaktische und methodische Gestaltungsmöglichkeiten schulischer (beruflicher) Lehr-Lernprozesse aufzeigt. 1. Einleitung Die in den 1990er Jahren einsetzende Ausbildungskrise, die sich im massiven Anwachsen des sogenannten Übergangssystems manifestierte, war schon, bevor die ersten PISA-Befunde veröffentlicht wurden, von...

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