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Ausbildungsvorbereitung im Deutschunterricht der Sekundarstufe I

Die sprachlich-kommunikativen Facetten von «Ausbildungsfähigkeit»

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Edited By Christian Efing

Wirtschaft und empirische Bildungsforschung bemängeln einhellig fehlende sprachlich-kommunikative Kompetenzen von Auszubildenden und BewerberInnen. Dennoch hat die Deutschdidaktik den Übergang von den allgemeinbildenden Schulen in eine Ausbildung bislang weitgehend vernachlässigt. Der Band widmet sich dieser Schnittstelle. Vor dem Hintergrund der These, dass die sprachlich-kommunikativen Defizite nicht nur individuell, sondern auch institutionell zu verantworten sind, konfrontiert die Arbeit empirische Befunde zu den sprachlich-kommunikativen Kompetenzen von Jugendlichen am Ende der Sekundarstufe I mit empirischen Ergebnissen zu den sprachlich-kommunikativen Anforderungen an diese Jugendlichen in Ausbildung und Beruf. Dieser Abgleich mündet in einer Diskussion, wie der Deutsch-, aber auch der Fachunterricht in der Sekundarstufe I die SchülerInnen auf die sprachlich-kommunikativen Anforderungen einer Ausbildung vorbereiten kann.

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III: Einblicke II: Sprachlich-kommunikative Anforderungen in der Ausbildung

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III Einblicke II: Sprachlich-kommunikative Anforderungen in der Ausbildung Anforderungen an sprachlich-kommunikative Kompetenzen von Auszubildenden. Ein Blick aus der Praxis Werner Bader (Wiesloch, Heidelberger Druckmaschinen AG) Abstract Der folgende Beitrag skizziert aus der Perspektive eines Ausbildungsbetriebes, der Heidelberger Druckmaschinen AG, die sprachlich-kommunikativen Implika- tionen des fachlichen Lernens in der betrieblichen Ausbildung. Hierfür werden die sprachlich-kommunikativen Anforderungen an Auszubildende von Beginn der Ausbildung an bis hin zur Abschlussprüfung in ihrer Kopplung an Ausbil- dungsformen und Lehr-Lern-Methoden dargelegt. Einleitung Wenn wir uns heute die Veränderungen industrieller Arbeitsplätze bewusst ma- chen, fällt vor allem die steigende Eigenverantwortung der MitarbeiterInnen auf. Die Fragestellung beginnt also nicht mit dem Übergang von der Schule in die Ausbildung, sondern mit den Anforderungen im späteren Beruf. Megatrends wie Internationalisierung, verkürzte Innovationszyklen, Anforderungen des Arbeits- marktes und gesellschaftlicher Wertewandel erfordern ständige Flexibilität und Anpassungsfähigkeit an unvorhersehbare Entwicklungen. Durch die sich konti- nuierlich ändernden Arbeitsprozesse sowie die fortschreitende Automatisierung steigen auch die Anforderungen an das Kommunikationsverhalten der Mitarbei- ter in der Fabrik: Arbeitsabläufe planen, Sachverhalte erläutern, Verbesserungen initiieren und Neues lernen sind heute Ziele einer umfassenden Facharbeiterqua- lifikation. In diesem Fall schreiben die steigenden Anforderungen an Fachkräfte den Bildungsplan von morgen. Methodische Herausforderung zur Förderung von fachlichen und persönlichen Kompetenzen Vor dem beschrieben Hintergrund der zunehmenden Veränderungsgeschwin- digkeit stellte sich auch bei der Heidelberger Druckmaschinen AG vor einigen 116 Werner Bader Jahren die Frage, wie man Auszubildende und Studierende in ihrem Lernverhal- ten hierauf einstellen...

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