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Möglichkeiten einer Projektfinanzierung bei CSP-Vorhaben

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Jörg Böttcher

Die Arbeit untersucht, inwieweit solarthermische Kraftwerke (CSP-Kraftwerke) als Projektfinanzierungen dargestellt werden können. Durch die besondere Finanzierungsmethodik einer Projektfinanzierung kommen dem Risikomanagement und der Stabilität der Cashflows eine besondere Bedeutung zu. Aus der Theorie der Marktversagenstatbestände wird abgeleitet, wie Verträge effizient gestaltet werden können und welche Aspekte bei der Partnerwahl zu berücksichtigen sind. Im Anschluss werden die Anforderungen an eine Projektfinanzierung mit den Charakteristika von CSP-Vorhaben verzahnt. Ausgehend von einem konkreten CSP-Vorhaben werden eine Finanzierungsstruktur entwickelt und Optimierungsmöglichkeiten aufgezeigt. Die Erkenntnisse lassen sich auf andere Projektfinanzierungen übertragen.

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7. Zusammenfassende Würdigung

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Die zentrale Fragestellung dieser Arbeit war, ob und unter welchen Rahmenbe- dingungen eine Projektfinanzierung als eine Finanzierungsmethode für CSP- Vorhaben geeignet ist. Ohne nochmals auf die Details dieser Arbeit eingehen zu wollen, lässt sich zunächst festhalten, dass CSP-Vorhaben als Projektfinanzie- rungen realisiert werden können, sofern aus der methodischen Sicht der Projekt- finanzierung gewährleistet ist, dass die technischen, rechtlichen und wirtschaft- lichen Rahmendaten einen wirtschaftlich auskömmlichen Betrieb ermöglichen. Da die Realisierung von CSP-Vorhaben über die Finanzierungsmethode der Pro- jektfinanzierung verhältnismäßig neu ist, müssen sich bestimmte Finanzierungs- standards zwischen den Projektbeteiligten erst einspielen. Diese Wahrnehmung war der Anlass, in den beiden Grundlagenkapiteln (Kapitel 3 und 4) zunächst die methodischen Grundlagen zu beschreiben, die für eine Projektfinanzierung relevant sind. Die Marktversagenstatbestände, die wir in Kapitel 3 dargestellt haben, erwiesen sich dabei als ein ergiebiges Untersuchungsfeld: Zum einen können sie begründen, in welchen Fällen der Staat regulierend in ein Marktge- schehen eingreifen kann und welche ökonomischen Grundsätze er dabei beach- ten sollte. Zum anderen erklärt ein Marktversagenstatbestand, der der asymmet- rischen Informationsverteilung, die Ausgestaltung von Projektverträgen. Dabei wird auch deutlich, dass die Auswahl von Contractors bei mehrfachen Transak- tionen - also etwa während der Betriebsphase - etwas anderen Prinzipien unter- liegt als es bei einmaligen Transaktionen der Fall ist. Im Rahmen der Strukturie- rung der Projektverträge muss sichergestellt werden, dass die verschiedenen Projektbeteiligten einen hinreichenden Anreiz haben, auf den Projekterfolg hin- zuarbeiten. Hierzu...

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