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Orthographieleistungsprofile von Lerngruppen der frühen Sekundarstufe I

Befunde – Kontexte – Folgerungen

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Ina Karg

In diesem Buch werden Orthographieleistungen in Diktaten und Aufsätzen von sechs Lerngruppen der 5. und 6. Jahrgangsstufe untersucht. Die Befunde aus den quantitativen und qualitativen Analysen werden vor dem Hintergrund von Orthographieerwerbsmodellen und fachdidaktischen Aussagen zum Rechtschreibunterricht diskutiert. Einen weiteren Kontext bietet die Darstellung der gegenwärtigen Situation der Orthographie in der Öffentlichkeit nach den Turbulenzen der neuen Reform. Schließlich wird aufgezeigt, welche konkreten Programme für bestimmte Erscheinungsbilder in einer Lerngruppe förderlich sein können. Dies bedeutet, dass auch Lehrkräfte dieses Buch als Instrument für entsprechende Analysen und Akzentuierungen im Unterricht mit ihren Lerngruppen einsetzen können.

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7 Zusammenfassung und Ausblick: Desiderate der Orthographiedidaktikforschung

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7 Zusammenfassung und Ausblick: Desiderate der Orthographie­ didaktikforschung Ausgehend von Befunden in sechs Lerngruppen, die in ihrem Deutschunterricht Aufsätze und Diktate meist in zeitlicher Nähe geschrieben haben, wurde der Versuch unternommen, die Orthographieleistungen in den Arbeiten der Schü­ lerinnen und Schüler miteinander zu vergleichen. Damit sollte ein Schritt getan werden, das Rechtschreiben im Deutschunterricht aus seinem Ghettodasein zu befreien. Ziel des Sprachunterrichts ist es, die Kinder und Jugendlichen so vor­ zubereiten, dass sie möglichst gut den Anforderungen an die sprachliche Bewäl­ tigung von Kommunikationssituationen gewachsen sind. Zu einer schriftsprach­ lichen Kompetenz gehört auch, dass die Texte, die ihr dienen, richtig sind. Sprachliche Richtigkeit betrifft dabei Schriftstücke überhaupt, nicht nur Einzel­ wörter und isolierte Sätze. Sie zeigt sich in geschriebenen Texten unterschied­ licher Art, nicht nur in Diktaten. Doch wenn richtig schreiben zu können als kognitive Leistung verstanden wird, führt dies zugleich zu einer Rehabilitation des Diktats, wenn auch in anderer als der herkömmlich praktizierten Art. Richtig schreiben zu lehren, zu lernen und dann auch zu können ist Teil sprachlicher Komplexität, deren Erwerb sich weit über den schulischen Primarbereich hinaus erstreckt. Denn schließlich soll sich eine künftige Generation in der Öffentlich­ keit ihrer Sprechergemeinschaft nicht nur selbst erfolgreich bewegen, sondern auch dafür Sorge tragen können, dass auch in Zukunft Sprache als ein Instru­ ment sozialer Verständigung in einer Gesellschaft wirken kann. Unterricht und Didaktikwissenschaft kann nicht losgelöst von einem solchen Zusammenhang...

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