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Haftung und Schadensersatzansprüche bei Sportunfällen

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Franz Zeilner

Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf dem rechtswissenschaftlichen Aspekt einer möglichen Haftung sportausübender Personen bei Sportunfällen (Verschuldenshaftung, Gefährdungshaftung). Der Autor stellt Risiken und Haftungsproblematik beim Betrieb von Sportanlagen dar. Außerdem untersucht er die Möglichkeit einer Haftungsbefreiung und einer Haftungsbeschränkung sowie im Bereich des Schulsports mögliche Haftung und Schadensersatzproblematik. Auch die strafrechtliche Varianz von Sportunfällen wird anhand von Fallbeispielen dargelegt.

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VII. Die Haftung des Sachverständigen im Sinneder §§ 1299 und 1300 ABGB

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8 1 Im Sportbereich ist hier für den Betreiber einer Anlage z.B . an die Übertragtmg im Rahmen einer Unterrichtsstunde, an die Aufsichtsperson eines Trainingslagers oder eines Sportseminars oder an die Aufsichtspflicht eines Reitlehrers zu denken. Für die Beurteilung der Aufsichtspflicht kann man hier ebenfalls auf den Erlass des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst vom 30 .6 . 1 982 zurückgreifen. Inhaltlich wird diese Aufsichtspflicht im § 5 1 Abs. 3 SchuG umschriebenJ02) In der Sportpraxis wird z.B . ein Reitlehrer oder ein Sportanlagenbetreiber, der einen unmündig Minderjährigen beauftragt, ein temperamentvolles Turnierpferd vom Stall zu holen und über eine stark frequentierte Bundesstraße zum Reitplatz zu führen, jedenfalls eine Verletzung der Aufsichtspflicht begehen und allenfalls zivil- und strafrechtlich belangt werden können. VII. DIE HAFTUNG DES SACHVERSTÄNDIGEN IM SINNE DER §§ 1299 UND 1300 ABGB: Die Handlungen und Geschehnisse im Zusammenhang mit der Erteihmg von Sportunterricht sind auch nach den Bestimmungen über die Haftung des Sachverständigen im Sinne der § § 1299 und 1300 ABGB zu beurteilen. Der Sachverständige haftet für jene Kenntnisse und jenen Fleiß, den seine Fachkollegen gewöhnlicherweise haben. § 1299 ABGB begründet keine besonderen Pflichten, sondern hebt im Vergleich zu § 1297 ABGB nur den Verschuldensmaßstab an. Die Sorgfaltsverpflichtung eines Sachverständigen ist generell höher anzusetzen als jene eines "Nichtsachverständigen" und wird nach dem Leistungsstandard der betreffenden Berufsgruppe beurteilt. Im Sportbereich also nach dem Leisttmgsstandard der Berufsgruppe in der speziellen Sportart. Wenn jedoch außergewöhnliche Kenntnisse nicht verlangt werden,...

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