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Josef Gieles: Studentenbriefe 1939-1942

Widerständiges Denken im Umfeld der Weißen Rose- 2., durchgesehene Auflage

Edited By Heinrich Kanz

Diese Briefsammlung enthält alle im Familienarchiv Gieles vorhandenen Briefe an die Eltern und Geschwister in Klein-Auheim aus der Münchener Studentenzeit September 1939 bis Ende 1942 (Medizinische Promotion/Staatsexamen). Sie spiegeln die innere und äußere Entwicklung eines Studenten der Medizin im Dritten Reich wider, dessen Studium parallel zu militärischer Ausbildung und dem Dienst in einer Sanitäts-/Studentenkompagnie lief. Josef Gieles gehörte zum studentischen Freundeskreis der Weißen Rose. Er war mit einigen ihrer hingerichteten Mitglieder freundschaftlich verbunden und hatte geistigen Kontakt mit ihnen.

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ANMERKUNGEN

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ANMERKUNGEN 1. Zur allgemeinen Struktur Leser/innen der Originalbriefe von JOSEF GIELES (= J) aus verschiedenen Generationen äußerten übereinstimmend, daß diese in ihrer Vollständigkeit und aufgrund ihrer Sprache nur weniger Erklärungen von außen her bedürften, wenn man sich erst einmal auf ihre Lektüre eingelassen habe. So schreibt z.B. eine zeitgenössische Leserin (30.8.1990): "Die Briefe haben mich stark beeindruckt und so war das Lesen für mich, ganz schlicht und subjektiv gesagt, ein wirklicher Genuß. Die Genauigkeit der Sprache, die Fähigkeit, auch die kleinen alltäglichen Abläufe und Erlebnisse, z.B. beim Kommiß oder beim Studium, die Reflexionen über die Begegnungen mit Kranken, die wunderbare unmittelbare Art der Mitteilungen - das alles habe ich selten bei solcher Lektüre gefunden. Abgesehen von einigen Wiederholungen wirkte das Ganze spannend. Und trotz der fast trocken wirkenden Sprache, die eher modern wirkt als vor vierzig Jahren geschrieben, durchzieht diese Briefe eine menschliche Wärme und eine "Intaktheit", die wohl tut. Das Schöne an diesen Briefen ist, daß nichts beschönigt ist, eine überragende Aufrichtigkeit ..." Die Abfassung von ANMERKUNGEN ist daher so zu gestalten, daß sie den Lesefluß nicht stört. Wenn man am Text der Briefe bleibt, erschließen sich Aussagegehalte und Sinn Schritt um Schritt. Infolgedessen erweisen sich Inter­ pretationsvorschläge - nacheinander zu jeweiligen Textstellen angemerkt - eher als kurze Hinweise zu Vergleichen und als Fortführung der durch die Lektüre angeregten Gedanken. Unsere ANMERKUNGEN stehen demnach nicht vor der Notwendigkeit, die Brieftexte in...

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