Show Less

Handelsmarken und Retail Brands

Einfluss ausgewählter Handelsmarkenstrategien auf die Markenstärke des Händlers im deutschen Lebensmitteleinzelhandel

Series:

Frederik Böttcher

Der Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland befindet sich in einer existentiellen Krise. Die Konsumenten nehmen Handelsunternehmen als austauschbar wahr. Im Differenzierungswettbewerb mit anderen Händlern spielen Handelsmarken sowie der Aufbau starker Vertriebsmarken, auch Retail Brands genannt, eine wesentliche Rolle. Mithilfe einer Kovarianzstrukturanalyse untersucht die Arbeit welches die Einflussfaktoren auf die Retail-Brand-Stärke sind. Dabei unterscheidet sie sich von früheren Arbeiten insbesondere dadurch, dass der Einfluss unterschiedlicher Eigenmarkenstrategien berücksichtigt wird. Dabei wird festgestellt, dass Handelsmarken zur Stärkung der Retail Brand geeignet sein können, dass die Stärke des Einflusses jedoch von der angewendeten Handelsmarkenstrategie abhängt.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

4 Konzeptualisierung eines Untersuchungsmodells

Extract

Zur Konzeptualisierung eines Untersuchungsmodells wird in diesem Kapitel zunächst das theoretische Fundament gelegt. Im Anschluss wird das Konstrukt der Markenstär- ke zur Beurteilung der Handelsmarken und Retail Brands konzeptualisiert. Im dritten Abschnitt des Kapitels werden die Einflussfaktoren auf die Retail-Brand-Stärke be- trachtet, bevor abschließend der Zusammenhang zwischen der Retail-Brand-Stärke und dem Erfolg untersucht wird. 4.1 Theoretisches Fundament 4.1.1 Überblick und Begründung der Auswahl der Theorien Im Folgenden wird die theoretische Basis des Untersuchungsmodells dargestellt. Ab- bildung 25 gibt einen Überblick über die ausgewählten Theorien und deren Zusam- menhänge und soll zum besseren Verständnis der folgenden Ausführungen dienen. Abbildung 25: Überblick über das theoretische Fundament der Arbeit. Den paradigmatischen Rahmen der Untersuchung bildet das in der verhaltenswissen- schaftlichen Marketingforschung weit verbreitete Stimulus-Organism-Response- Modell (S-O-R-Modell). Es legt einen besonderen Fokus auf die nicht beobachtbaren Prozesse, die sich als Reaktion auf einen Reiz („S“ – Stimulus) im Inneren eines Or- ganismus („O“) abspielen und sich auf das Verhalten („R“ – Response) auswirken. Stimulus Organism Response z. B. Änderung des Einkaufsverhaltens Marketing Stimuli • Service • Preis • Kommunikation • Ladengestaltung • Herstellermarken • Handelsmarken Lernfilter Schema- identifikation Schema- anwendung Paradigmatischer Rahmen: S-O-R-Modell Schema- anpassung Strukturierung und Lenkung der kognitiven Prozesse im Organismus: Schematheorie Gestaltpsychologie LerntheorienSelbstkonzept-/Identifikationstheorie Theorien der kognitiven Psychologie Wahrnehmungsfilter 98 Um diese gedanklichen (kognitiven) Prozesse zu erklären, wird auf Theorien der kog- nitiven Psychologie zurückgegriffen. Dabei werden die Schema-Theorie, Gestaltpsy- chologie, Selbstkonzept- und Identifikationstheorie sowie Lerntheorien herangezogen. Die Schema-Theorie befasst sich mit der Repräsentation von Wissen im...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.