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Erfülltes Leben – AnGebot und Verwirklichung

Vom rechten Verständnis des alten Gebots «Erfüllt die Erde!»- Verantwortung von Kirche und Gesellschaft für die Schöpfung- Mit einem Beitrag von Karol Nandrásky- Eine theologisch-philosophische Textsammlung

Gerhard Loettel

In diesem Buch wird Aufmerksamkeit dafür geweckt, dass der Mensch durchgängig hier und heute eine Weltverantwortung trägt. Ziel ist die weitergehende radikal humanisierende und sozial-nachhaltige Veränderung von Kultur und Zivilisation im Zeitalter der globalen Annäherung von Völkern und Ländern. Dieses Anliegen wird abgeleitet von dem Angebot göttlicher Verheißung in der Botschaft des Jesus von Nazareth. Zufolge dieses Erfüllungsauftrages geht es um Entwicklung zu größerer Menschlichkeit, um demütige Weisheitssuche, um gedeihliches humanes kulturelles Zusammenleben von Menschen und Völkern in einer nachhaltig bewahrten außermenschlichen Mitwelt. Diese garantiert das Weiterbestehen der Menschheit. Aus philosophischer Sicht werden die egozentrischen Verfehlungen und nekrophilen Irrwege der abendländischen Zivilisation beleuchtet und Beispiele für neue biophile kulturelle Wege, verbunden mit Hoffnung auf Zukunft und Öffnung zu Dialogpartnern angeführt.

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9. Der Missions- oder Erfüllungsauftrag Jesu heute

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Ich fühle mich zu einer Analyse zu diesem Auftrag angesprochen, weil man mich öfter fragt: ýWarum sagt da die Kirche nichts dazu, die Kirche hat doch eine starke und geachtete Stimme?þ: Die Kirche122 ist in ihren Gemeinden und ihrer Hierarchie eine Institution, die sich z.Zt. aus Gründen notwendiger Selbsterhaltung sehr stark mit sich selbst beschäftigt. So notwendig vieles von dem auch sein mag, so scheint mir über der Beachtung der Mittel, ein Auftrag von Kirche verloren zu gehen. Die Kirche hat als politikneutrale Gemeinschaft noch immer ein hohes Ansehen in der Gesell- schaft. Wird sie aber ihrem Auftrag, ýKirche für Andereþ zu sein gerecht? Ich habe meine Zweifel. Mein Ansinnen richtet sich darauf, daß sie sich stärker als bisher tröstend, verheißend, zukunftshoffend und zukunftssuchend an die Öf- fentlichkeit wenden sollte. Das heißt aber, mitunter auch beurteilend, mahnend, u.U. ablehnend und aufrufend zu reden. Gilt es denn nicht, die Ausbeutung und Entwürdigung der Armen und Ausgegrenzten ÿ der Verführten und der Ver- führer ÿ anzusprechen? Müssen wir nicht ihnen und uns Trost, Hoffnung, neues Leben, Zukunft, Würde und neues Menschsein zusprechen. Sollten wir nicht suchen, wer und was verantwortlich ist für Unmoralisches und Unmenschliches in unseren Gesellschaften? Müssen wir nicht helfen, neben dem Humanum auch die Natur der Schöpfung zu bewahren? Ich sehe da einen Aspekt des Missionsauftrages Jesu von Mt 28123, den ich heute für zu kurz gekommen ansehe, wenn es nur um die Taufe...

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