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Erfülltes Leben – AnGebot und Verwirklichung

Vom rechten Verständnis des alten Gebots «Erfüllt die Erde!»- Verantwortung von Kirche und Gesellschaft für die Schöpfung- Mit einem Beitrag von Karol Nandrásky- Eine theologisch-philosophische Textsammlung

Gerhard Loettel

In diesem Buch wird Aufmerksamkeit dafür geweckt, dass der Mensch durchgängig hier und heute eine Weltverantwortung trägt. Ziel ist die weitergehende radikal humanisierende und sozial-nachhaltige Veränderung von Kultur und Zivilisation im Zeitalter der globalen Annäherung von Völkern und Ländern. Dieses Anliegen wird abgeleitet von dem Angebot göttlicher Verheißung in der Botschaft des Jesus von Nazareth. Zufolge dieses Erfüllungsauftrages geht es um Entwicklung zu größerer Menschlichkeit, um demütige Weisheitssuche, um gedeihliches humanes kulturelles Zusammenleben von Menschen und Völkern in einer nachhaltig bewahrten außermenschlichen Mitwelt. Diese garantiert das Weiterbestehen der Menschheit. Aus philosophischer Sicht werden die egozentrischen Verfehlungen und nekrophilen Irrwege der abendländischen Zivilisation beleuchtet und Beispiele für neue biophile kulturelle Wege, verbunden mit Hoffnung auf Zukunft und Öffnung zu Dialogpartnern angeführt.

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12. Hoffnungszeichen,Was gibt uns Hoffnung?

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111 12. Hoffnungszeichen, Was gibt uns Hoffnung? ýWach auf, Menschenkind, die Nacht ist bald vorbei, der neue Tag streicht schon mit unsicheren Lichtfingern durch das Gestrüpp der Dunkelheit...þ Lenka Reinerová 177 12.1 Brauchen wir Hoffnung? Braucht der Mensch eigentlich Hoffnung? Er braucht! Denn der Mensch ist durch sein entwickeltes Bewußtsein eingefügt in eine Gegenwart, die ihren Sitz zwischen Vergangenheit und Zukunft hat. Der Mensch weiß um die Vergan- genheit, hat ein Zeitgefühl und erahnt die Zukunft. Aber gerade die Zukunft ist ihm nicht intuitiv oder instinktiv fest vorgegeben. In mancherlei Hinsicht wird ihm die Zukunft nur über die Hoffnung garantiert ÿ wenn man hier überhaupt von Garantie sprechen darf. So hofft man in der stillen Zuversicht, weil es in der Vergangenheit auch immer so war, daß auch morgen wieder die Sonne aufgeht, Tag und Nacht sich abwechseln, daß Sonne und Regen auch in der Zukunft für das ýtägliche Brotþ sorgen werden. Man hofft, daß die logistischen Versor- gungsleistungen, daß die Gewerke, die substanziell für das ýtägliche Brotþ sorgen, auch morgen noch und immer wieder täglich ausreichend funktionieren. Dazu muß man darauf hoffen, daß die diesbezüglich nötigen Mittel, die Finanzmittel ÿ die man als Lohn oder Rente verdient hat ÿ auch morgen noch Gültigkeit haben und/oder ausgereicht werden, so daß keine Inflation, diese Mittel auffrißt. Man hofft auf Frieden und gedeihliche Regierungsverant- wortung, wodurch all diese Versorgungsmittel stabil bleiben, morgen und über- morgen. Nun wird ein Mensch kaum anerkennen wollen, da...

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