Show Less

Erfülltes Leben – AnGebot und Verwirklichung

Vom rechten Verständnis des alten Gebots «Erfüllt die Erde!»- Verantwortung von Kirche und Gesellschaft für die Schöpfung- Mit einem Beitrag von Karol Nandrásky- Eine theologisch-philosophische Textsammlung

Gerhard Loettel

In diesem Buch wird Aufmerksamkeit dafür geweckt, dass der Mensch durchgängig hier und heute eine Weltverantwortung trägt. Ziel ist die weitergehende radikal humanisierende und sozial-nachhaltige Veränderung von Kultur und Zivilisation im Zeitalter der globalen Annäherung von Völkern und Ländern. Dieses Anliegen wird abgeleitet von dem Angebot göttlicher Verheißung in der Botschaft des Jesus von Nazareth. Zufolge dieses Erfüllungsauftrages geht es um Entwicklung zu größerer Menschlichkeit, um demütige Weisheitssuche, um gedeihliches humanes kulturelles Zusammenleben von Menschen und Völkern in einer nachhaltig bewahrten außermenschlichen Mitwelt. Diese garantiert das Weiterbestehen der Menschheit. Aus philosophischer Sicht werden die egozentrischen Verfehlungen und nekrophilen Irrwege der abendländischen Zivilisation beleuchtet und Beispiele für neue biophile kulturelle Wege, verbunden mit Hoffnung auf Zukunft und Öffnung zu Dialogpartnern angeführt.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

13. Ein Zwischenruf

Extract

Ich stelle mir vor, der Autor(A) wird von einem potentiellen Leser (L), ob seiner vermeintlich wissenschafts- und kulturkritischen Ausrichtung in Bezug auf die Erfolge der wissenschaftlich-technischen Zivilisation angefragt: (L)Sie brauchen also Hoffnung. Hoffnung, das ist in Ihrem Verständnis der Motor für einen Kurs aus einer unwegsamen Situation heraus in eine neue zu- kunftsträchtigere gesellschaftliche und kulturelle ÿ oder sollte ich besser sagen zivilisatorische ÿ Konstellation? Dazu muß ich Ihnen sagen, daß es uns wahr- scheinlich zu gut geht, uns geht es so gut, daß wir keine Hoffnung auf Neues brauchen. Das Neue setzt sich ohnehin durch. Was geht, das wird gemacht und unser Wohlstand ist dabei doch überall unglaublich gestiegen. (A)Uns geht es nicht zu gut, uns geht es einfach gut. Aber gerade darüber dürfen wir doch nicht die Verlierer vergessen, die bei unserem guten Kurs auf der Strecke blieben. (L) Blieben wirklich bei uns welche auf der Strecke? Wenn wir uns einmal die soziale und Situation im Mittelalter und etwa im dreißigjährigen Krieg ansehen, da gab es wirklich Armut und Hunger und grausames Leid ÿ physische Qualen bis hin zu gewaltsamen Todestorturen, und psychische Not durch Rechtlosigkeit und herrschaftliche Übergriffe auf die Persönlichkeit von Untergebenen und Leibeigenen hauptsächlich aber auch Frauen ÿ aber verglichen damit ist doch unsere soziale Situation alles andere als hoffnungslos. Es gibt Rechts- staatlichkeit, Meinungsfreiheit (Presse und Versammlungen) und die sozialen Absicherungen gegen Armut, Alter, Krankheit und Pflegebedürftigkeit. So erschreckende Meldungen, daß wieder einmal Millionen von...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.