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Gustav Mahler – Arnold Schönberg und die Wiener Moderne

Edited By Karl Katschthaler

Der Band versammelt zehn Beiträge einer internationalen und interdisziplinären Tagung, die anlässlich des 100. Todestages von Gustav Mahler und des 60. Todestages von Arnold Schönberg im Dezember 2011 an der Universität Debrecen (Ungarn) stattfand. Musikwissenschaftler, Philosophen und Literaturwissenschaftler aus Ungarn, Österreich und Deutschland werfen nicht nur Schlaglichter auf eine musikpolitische Allianz zwischen zwei Komponisten verschiedener Generationen und die musikästhetischen Verbindungslinien zwischen Gustav Mahler und der Wiener Schule, sondern beschäftigen sich auch mit dem kulturellen Kontext ihres Schaffens, insbesondere mit den literarischen Einflüssen und der eigenen literarischen Produktion sowie ihrer Rezeption im 20. Jahrhundert.

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Stefanie Rauch (Detmold/Paderborn). ‚Richtiges‘ Aufführen? Zur Überwindung des Stildualismus‚ bei Mahler und Schönberg

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Stefanie Rauch (Detmold/Paderborn) ‚Richtiges‘ Aufführen? Zur Überwindung des Stildualismus‚ bei Mahler und Schönberg Das Aufführen von nicht ausschließlich mündlich tradierter Musik steht seit Be- ginn musikalischer Schriftlichkeit in einem spannungsvollen Verhältnis zum musikalischen Text. Um Notation als kommunikatives Medium einsetzen zu können, ist zusätzliche wortsprachliche Vermittlung nötig, da nicht alle Bestand- teile von Klanglichkeit aufzeichenbar sind. Wie selbstverständlich tauschen sich Musizierende daher verbal beim Musizieren bzw. davor oder bei den Proben über die notierten und nicht notierten Inhalte aus, einigen sich auf die gemein- same Ausführung – oder werden von einem Dirigenten dazu angehalten – und schließen dadurch die vorhandenen Lücken im musikalischen Text. Dazu befä- higt werden sie üblicherweise im Zuge ihrer instrumentalen und vokalen Aus- bildung, wo sie mit den musikalischen Grundsätzen, ihrer Notationsweise und ihrer ‚richtigen‘ Wiedergabe vertraut gemacht werden. Musikalische Feinheiten schriftlich zu fixieren und dadurch eine möglichst genaue Reproduzierbarkeit der Musik in Aufführungen zu erreichen, bleibt trotz stetig zunehmender Genau- igkeit jedoch nach wie vor problematisch. Hinter dem Anspruch des ‚richtigen‘ Aufführens verbirgt sich je nach Kontext der Musik zudem oft mehr als nur das, was verbal tradiert werden kann. Dieses sind keine neuen Erkenntnisse, sondern sie stellen einerseits den Ausgangspunkt der Forschungsfelder von Auffüh- rungspraxis, Interpretations- und Rezeptionsforschung dar, die die musikalische Aufführung in aller Komplexität in der Vergangenheit um ihrer selbst willen und für die Nachahmung in der Gegenwart nachvollziehbar machen wollen. An-...

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