Show Less

Gustav Mahler – Arnold Schönberg und die Wiener Moderne

Edited By Karl Katschthaler

Der Band versammelt zehn Beiträge einer internationalen und interdisziplinären Tagung, die anlässlich des 100. Todestages von Gustav Mahler und des 60. Todestages von Arnold Schönberg im Dezember 2011 an der Universität Debrecen (Ungarn) stattfand. Musikwissenschaftler, Philosophen und Literaturwissenschaftler aus Ungarn, Österreich und Deutschland werfen nicht nur Schlaglichter auf eine musikpolitische Allianz zwischen zwei Komponisten verschiedener Generationen und die musikästhetischen Verbindungslinien zwischen Gustav Mahler und der Wiener Schule, sondern beschäftigen sich auch mit dem kulturellen Kontext ihres Schaffens, insbesondere mit den literarischen Einflüssen und der eigenen literarischen Produktion sowie ihrer Rezeption im 20. Jahrhundert.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Gabriella Rácz (Veszprém). Die Macht der Musik – Schönbergs Streichquartette bei Arnold Zweig und Hartmut Lange

Extract

Gabriella Rácz (Veszprém) Die Macht der Musik – Schönbergs Streichquartette bei Arnold Zweig und Hartmut Lange Der Beitrag stellt Arnold Schönbergs bis in die Gegenwart reichende literarische Rezeption am Beispiel von zwei Novellen dar. Arnold Zweigs Quartettsatz von Schönberg (1913) thematisiert Schönbergs erstes Streichquartett im zeitgenössi- schen Wirkungskontext, wobei die Musik als Projektionsfläche für die jüdische Assimilationsproblematik funktionalisiert wird. Die postmoderne Kriminalge- schichte Das Streichquartett von Hartmut Lange (2001) ruft durch die zentrale Stelle des Streichquartetts Nr. 4, op. 37 den Mythos Schönberg ins Leben. Ziel des Beitrags ist, nachzugehen, welche kulturellen Codes durch Schönbergs Mu- sik evoziert und in die semantische Struktur der Erzählungen integriert werden. Weiterhin werden die unterschiedlichen narrativen Strategien erschlossen, mit denen Musik in der Moderne und ca. hundert Jahre später erzählt bzw. in Spra- che umgesetzt wird. I. Zweigs Novelle und ihr Kontext Die Erzählung Quartettsatz von Schönberg bildet das letzte Glied von drei, auf der Handlungs- und Figurenebene enger zusammenhängenden Texten mit jü- disch-zionistischem Thema.1 Erzählt wird ein russisches Pogrom im Jahre 1905 und seine Folgen auf eine jüdische Familie (Vater und zwei Söhne). Das erste Stück, Episode aus dem Zarenland (1912), berichtet von der Ermordung des jü- dischen Ingenieurs Saamen bei einem Pogrom, in dem auch sein Sohn, Eli, schwer verletzt wird. Die Novelle Die Krähe (1912) erzählt die Rache des zwei- ten Sohnes, Leo Saamens, an einem...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.