Show Less

Zuteilungsansprüche bei Aktien-Neuemissionen

Series:

Arndt Franke

In Zeiten opportunen Marktverhaltens bei der Neuemission von Aktien kam und kommt es oft zu einer Ungleichbehandlung von Anlegern bei der Verteilung neuer Aktien. In dieser interdisziplinären Arbeit wird in ökonomischer Hinsicht das Phänomen des Underpricing als Grund für vielfach überzeichnete Börsengänge erörtert sowie Platzierungsverfahren erläutert. Basierend auf einer juristischen Analyse der Verteilungsverfahren leitet der Autor einen Anspruch auf gleichmäßige Berücksichtigung der Anleger bei der Zuteilung her. Unter Bezugnahme auf regulatorische Reformbemühungen in den USA und Großbritannien zeigt der Autor Reformperspektiven für deutsche Zuteilungsregeln auf. Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf der Ausweitung der informationellen Chancengleichheit von Anlegern bei einem Börsengang.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

5. Teil: Reformperspektiven und Rechtsvergleichung

Extract

Im fünften Teil der Arbeit sollen die de lege ferenda wünschenswerten Perspek- tiven einer Reform der Vorschriften über die Aktien-Neuemission betrachtet werden. Dabei werden die im Rechtsvergleich mit den Vereinigten Staaten von Amerika und Großbritannien gefundenen Ergebnisse in die im weiteren Verlauf der Arbeit vorzuschlagenden rechtlichen Reformen in Deutschland eingearbeitet. Weiterhin zeigt die Untersuchung rechtspolitischen Handlungsbedarf auf. Sie stehen nicht in einem losgelösten, selbstständigen Abschnitt, sondern bei den bearbeiteten Reformperspektiven. Bereits hier sei vorangestellt, dass sich die rechtspolitischen Forderungen hauptsächlich mit den Publizitätsvorschriften befassen. Rechtspolitisch fragt man regelmäßig, ob es eine Vorschrift geben sollte, die regelt, wie Aktien bei einer Neuemission an die Anleger zugeteilt werden.945 Damit ist allerdings nur ein Teilbereich möglicher Reformansätze angesprochen. Zusätzlich können rechtspolitische Vorschläge zeitlich und inhaltlich sowohl früher als auch später ansetzen: Reformansätze für die Zuteilung von Aktien bei einer Neuemission bietet der gesamte Ablauf eines Börsengangs. Die Darstellung richtet sich in diesem Teil daher chronologisch nach dem zeitlichen Ablauf eines Börsengangs: Zunächst betrachtet die Arbeit Reform- perspektiven für die Bewertung eines Unternehmens, das an die Börse gehen will (§ 1). Die Bewertung des Unternehmens steht zeitlich vor dem Beginn des ei- gentlichen Börsengangs. Darauf wendet sich die Arbeit den Möglichkeiten zu, mit denen der Emissionspreis besser bestimmt werden könnte (§ 2). Diese Stufe entspricht zeitlich dem Beginn eines Börsengangs. Dann geht es um mögliche Veränderungen der Zuteilungsverfahren...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.