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Kirche in Welt

Christentum im Zeichen kultureller Vielfalt

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Edited By Andreas Hölscher, Anja Middelbeck-Varwick and Markus Thurau

Der christliche Glaube ist durch große kulturelle Vielfalt geprägt, die auf das Selbstverständnis der Kirche als «Weltkirche» einwirkt: Kontextuelle wie interkulturelle Verstehensweisen des weltweiten Christentums gewinnen angesichts globaler Erfahrungsräume zunehmend an theologischer Bedeutung. Die einzelnen Beiträge des Sammelbandes fragen danach, welche Bedeutung regionale Kulturen, Kontexte und das gewandelte globale Weltverstehen für das Christentum besitzen. Europäische wie außereuropäische Räume werden dabei in den Blick genommen, um am Beispiel einzelner Länder, Regionen, Praxen und Personen die jeweiligen Kirchen kennenzulernen und zu erörtern. Die politischen, kulturellen und historischen Rahmenbedingen, in denen sich Ortskirchen vorfinden, werden damit thematisiert.

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Johannes Niehoff-Panagiotidis: Von dem Umbau einer Tradition: Die Orthodoxe Kirche in Griechenland

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Johannes Niehoff-Panagiotidis Von dem Umbau einer Tradition: Die Orthodoxe Kirche in Griechenland Gemeinhin wird in Einführungen und Darstellungen,1 welche die Or- thodoxen Kirchen einem weiteren Publikum darstellen möchten, auf de- ren ausgeprägt konservativen Charakter hingewiesen, seien diese von außen oder von innen (mithin von Orthodoxen oder Nichtorthodoxen) verfasst. Falsch ist dies nicht, trotz seiner Verwendbarkeit als Argument für die Auseinandersetzungen zwischen den Kirchen, die heute einem Dialog2 gewichen sind, der bald intensiver, bald leiser verläuft. Dass die Bewahrung der altchristlichen, ja urchristlichen Tradition unter den Ori- entalen, Chalcedonensern und Nichtchalcedonensern, seit der Reforma- tion zur Beschäftigung mit ihnen aufrief, ist eine bekannte Tatsache und überzeugend erforscht.3 Den Theologen des Zweiten Vatikanischen Kon- 1 In deutscher Sprache dürften die drei von H.-J. Schulz herausgegebenen Bände Handbuch der Ostkirchenkunde, Düsseldorf 1984–1997, den besten Überblick bieten; sie stellen auch die anderen orientalischen Kirchen dar, dem Titel entsprechend. Unter der älteren, bei H.- J. Schulz, Handbuch, Bd. 1, XXiXff. genannten Literatur sollten die Arbeiten von W. de Vries, Orthodoxie und Katholizismus. Gegensatz oder Ergänzung?, Freiburg i. Br. 1965, und Kirche der Vielgestalt. Entwicklung der Kirche in Ost und West, Recklinghausen 1968, heute noch gelesen werden. Vorbildlich ist auch das Bändchen von K. Onasch, Einführung in die Konfessionskunde der orthodoxen Kirchen, Berlin 1962, gerade in seiner Kürze. 2 Der Aufhebung der Bannsprüche zwischen Katholischer und Orthodoxer Seite im Jahre 1964 und dem Treffen zwischen Paul VI. und Athenagoras,...

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