Show Less

Das Markenzeichen als Anknüpfungspunkt des Markenimages

Series:

Mirko Heinemann

In der Rechtswissenschaft wird in Bezug auf den Schutz von Markenzeichen seit jeher die Frage der Übereinstimmung von ökonomischer Sichtweise und rechtlichem Schutz diskutiert. Diese Diskussion ist nach wie vor aktuell und gleichermaßen von der nationalen und der europäischen Rechtsprechung geprägt. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, zur weiteren Erhellung dieses Themenbereiches beizutragen. Im Mittelpunkt der Betrachtung liegt dabei die Frage, inwieweit sich ein erfolgreicher Markenaufbau auf den Schutzbereich eines Markenrechts auswirkt.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

B. Die Entwicklung des ökonomischen Markenbegriffes und deren juristische Rezeption

Extract

Zunächst soll eine Betrachtung der Marke aus Sicht des unternehmerischen Markenmanagements erfolgen. Dabei wird dargestellt, inwieweit der ökonomi- sche Markenbegriff einem inhaltlichen Wandel unterliegt. Im Anschluss daran wird eine rechtliche Parallelentwicklung aufgezeigt, die einen jahrzehntelangen Diskurs über die tatsächlichen und rechtlichen Ausprägungen der Marke in einer bestimmten Weise nachvollzieht. Darauf aufbauend wird das weitere Vorgehen bei der inhaltlichen Untersuchung im Rahmen dieser Arbeit dazustellen sein. I. Das ökonomische Markenverständnis Die Marke im juristischen Sinne ist ein Zeichen, welches geeignet ist, Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens von denjenigen anderer Unterneh- men zu unterscheiden, vgl. § 3 Abs. 1 MarkenG. Ohne an dieser Stelle auf die materiellen Voraussetzungen für die Entstehung von Markenschutz nach dem MarkenG im Einzelnen einzugehen, lässt sich grundsätzlich sagen, dass eine Marke i. S. des MarkenG ein Zeichen ist, welches ein Produkt (Ware oder Dienstleistung) kennzeichnet, vorausgesetzt, es besitzt Unterscheidungseignung, und es besteht kein Freihaltebedürfnis. Für die Erlangung von markenrechtli- chem Schutz bedarf es keiner qualitativen, wirtschaftlichen Betrachtung, wie beispielsweise die Erwartung eines gewissen Umsatzvorteils durch die Produkt- kennzeichnung. Will man über die wirtschaftliche Realität nachdenken und das dort zu findende Denkmodell als Referenzmodell für den rechtlichen Marken- schutz heranziehen, so ist zunächst zu untersuchen, wie die wissenschaftlich- ökonomische Annäherung an den Begriff „Marke“ erfolgt. Aus Managementperspektive betrachtet, ist unter dem Begriff der Marke nicht die bloße Markierung einer Ware oder Dienstleistung allein zu verstehen. Der Begriff „Marke“ im wirtschaftlichen Sinne setzt vielmehr auch eine...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.