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Erhaltungs- und Notstandsarbeiten im Streik

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Ann-Christin Weißleder

Die Arbeit beschäftigt sich mit den während eines Streiks durchzuführenden Notarbeiten, ohne die zum einen der Fortbestand bestreikter Betriebe gefährdet und zum anderen Dritte übermäßig in Mitleidenschaft gezogen würden. Mittels Notarbeiten kann Einfluss auf die Druckwirkung eines Streiks und damit auf die inhaltliche Sachgerechtigkeit von Tarifverhandlungen genommen werden. Umso wichtiger ist es, die verschiedenen Ansätze zur Herleitung der Pflicht der Sozialpartner zur Leistung von Notarbeiten dogmatisch zu durchdenken und den rechtlichen Rahmen abzustecken, innerhalb dessen Arbeitgeber oder Gewerkschaft oder beide gemeinsam berechtigt sind, Arbeitnehmer, deren Arbeitspflicht bei Teilnahme am Streik suspendiert ist, zur Verrichtung von Notarbeiten heranzuziehen.

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Inhaltsverzeichnis

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Vorwort................................................................................................................. V Literaturverzeichnis .......................................................................................... XIII § 1 Gegenstand und Gang der Untersuchung ..................................................... 1 § 2 Pflicht der Sozialpartner zur Leistung von Notarbeiten ............................... 9 I. Pflicht der Sozialpartner zur Leistung von Erhaltungsarbeiten ............... 11 1. Herleitung aus dem Eigeninteresse der Arbeitnehmer ............................ 12 2. Herleitung aus der Dauerrechtsbeziehung der Sozialpartner .................. 13 a) Nachwirkende Pflichten ..................................................................... 13 b) Erstmaliges Aufeinandertreffen der Sozialpartner ............................ 19 c) Vorvertragliches Schuldverhältnis ..................................................... 20 3. Herleitung aus dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit ......................... 23 a) Bezugspunkt der Verhältnismäßigkeit ............................................... 33 b) Geeignetheit und Erforderlichkeit ...................................................... 34 c) Verhältnismäßigkeit im engeren Sinne .............................................. 42 d) Rückgriff auf kollidierendes Verfassungsrecht ................................. 45 e) Abgrenzung der Erhaltungsarbeiten .................................................. 49 (1) Schutz der Produktionsanlagen ....................................................... 49 (2) Werksschutz .................................................................................... 51 (3) Abwicklungsarbeiten ....................................................................... 52 (a) Weiterverarbeitung von empfindlichen Rohstoffen, Naturerzeugnissen und (Halb-)Fertigwaren ................................. 53 (b) Auslieferung gefertigter Ware ...................................................... 55 (c) Entgegennahme bestellter Ware ................................................... 61 (4) Schutz immaterieller Betriebsmittel ................................................ 63 (5) Annexarbeiten ................................................................................. 64 (6) Abwehr von Gemeingefahren ......................................................... 65 f) Zusammenfassung .............................................................................. 66 4. Ergebnis ................................................................................................... 70 II. Pflicht der Sozialpartner zur Leistung von Notstandsarbeiten ................ 70 1. Begriff des Gemeinwohls ........................................................................ 71 2. Bindung an das Gemeinwohl ................................................................... 72 a) Tarifautonomie als öffentliche Aufgabe ............................................ 73 b) Tarifautonomie als kollektive Privatautonomie ................................. 76 3. Wahrung der Grundrechtspositionen unbeteiligter Dritter ...................... 80 a) Generelles Streikverbot ...................................................................... 86 (1) Charakter des Betriebes ................................................................... 87 VIII (2) Drittbezogenheit der Versorgungsleistung ...................................... 87 (3) Gezielte Drittschädigung ................................................................. 88 b) Stellungnahme .................................................................................... 88 c) Abgrenzung von Notstandsarbeiten ................................................... 90 (1) Medizinische Versorgung (Beispiel: Versorgung mit Blutkonserven) ................................................................................ 95 (2) Versorgung mit Wasser und Energie .............................................. 96 (3) Abfallentsorgung ............................................................................. 99 (a) Selbsthilfe der Bürger ................................................................... 99 (b) Zeitliche Begrenzung ................................................................. 101 (4) Verkehr .......................................................................................... 102...

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