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Privilegierung von Public-Public-Partnerships im europäischen Vergaberecht

Die Einordnung interkommunaler Kooperation im systematischen Gefüge des europäischen Vergaberechts unter besonderer Berücksichtigung aktueller Entwicklungen in der Spruchpraxis des EuGH

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Felix Siebler

Die Arbeit nimmt die Entscheidung «Stadtreinigung Hamburg» des EuGH zum Anlass, sich mit der Frage zu befassen, inwieweit die Zusammenarbeit öffentlicher Stellen zur Aufgabenwahrnehmung in Form von interkommunalen Kooperationen dem Anwendungsbereich des europäischen Vergaberechts unterfällt. Anhand aktueller Entwicklungen in der Spruchpraxis des EuGH werden allgemeingültige Voraussetzungen für Konstellationen der vertikalen und der horizontalen kommunalen Zusammenarbeit abgeleitet, bei deren Vorliegen von einer ausnahmsweisen vergaberechtlichen Privilegierung auszugehen ist. Im Ergebnis werden auf diese Weise bisher ungeschriebene vergaberechtliche Ausnahmetatbestände für In-House- und In-State-Vergaben definiert und die daraus resultierenden Konsequenzen für die einzelnen Formen der Organisationsausgestaltung gemeinschaftlicher Aufgabenwahrnehmung dargestellt. Schließlich wird ein Ausblick auf die derzeit in Diskussion befindlichen gesetzlichen Ausnahmeregelungen für die Zusammenarbeit öffentlicher Stellen gegeben, wie diese in den Entwürfen der neuen Vergaberichtlinien der Europäischen Kommission vom 20.12.2011 vorgesehen sind.

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Inhaltsverzeichnis

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Abkürzungsverzeichnis .................................................................................. 19 Einführung in die Problemstellung ................................................................ 25 A. Einführung ................................................................................................ 25 B. Gang der Untersuchung ............................................................................ 30 Das Spannungsverhältnis zwischen Public-Public-Partnerships und europäischem Vergaberecht ........................................................................... 33 A. Public-Public-Partnerships als Form der Organisationsausgestaltung staatlicher Aufgabenwahrnehmung .......................................................... 33 I. Terminologie ...................................................................................... 36 II. Ziele und Zwecke von Public-Public-Partnerships: Vorrangig Erhalt der kommunalen Leistungsfähigkeit ...................... 39 B. Europäisches Vergaberecht als wettbewerbsrechtliches Instrument zur Verwirklichung des Binnenmarktes .................................................... 41 I. Rechtsquellen des Vergaberechts ....................................................... 46 1. Vorgaben auf internationaler Ebene .............................................. 46 2. Rechtsetzung auf europäischer Ebene ........................................... 47 a. Primärrechtliche Gewährleistung des europäischen Vergabebinnenmarktes ............................................................. 47 b. Vergaberichtlinien als sekundärrechtliche Grundlage zur Verwirklichung des europäischen Vergabebinnenmarktes ....... 50 3. Umsetzung des europäischen Vergaberechts auf nationaler Ebene 53 a. Europäisierung des nationalen öffentlichen Auftragswesens: Finalität der Rechtsetzung? ....................................................... 53 b. Folge der fortschreitenden Europäisierung: Zweiteilung des nationalen Vergaberechts .................................................... 58 II. Terminologie ...................................................................................... 59 III. Ziele und Zwecke des Vergaberechts: Perspektivische Differenzierung geboten .......................................... 60 C. Zusammenfassung .................................................................................... 65 8 Public-Public-Partnerships: Nationale Rechtsgrundlagen und einzelne Organisationsformen ....................................................................... 67 A. Nationale Rechtsgrundlagen von Public-Public-Partnerships .................. 67 I. Historische Entwicklung .................................................................... 67 II. Rechtsrahmen für Public-Public-Partnerships ................................... 69 1. Einordnung im verfassungsrechtlichen Gefüge: Kommunale Selbstverwaltungsgarantie des Art. 28 Abs. 2 S. 1 GG ............................................................ 70 a. Die verfassungsrechtliche Selbstverwaltungsgarantie .............. 70 aa. Terminologie und Bedeutungsgehalt .................................. 71 bb. Inhalt und Umfang der kommunalen Selbstverwaltung ...... 72 aaa. Inhalt der Gewährleistung .......................................... 73 (a) Institutionelle Rechtssubjektgarantie ................... 74 (b) Objektive Rechtsinstitutionsgarantie .................... 74 (aa) Universalitätsprinzip .................................... 75 (bb) Grundsatz der Eigenverantwortlichkeit ........ 77 (c) Subjektive Rechtsstellungsgarantie ...................... 78 bbb. Gesetzesvorbehalt der Selbstverwaltungsgarantie ...... 79 ccc. Grenzen des Gesetzesvorbehalts...

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