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Die Auswirkungen der Nichtbeachtung englischer handelsrechtlicher Publizitätspflichten auf eine Private Company Limited by Shares mit Verwaltungssitz in Deutschland

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Dominik Nikol

Der Autor befasst sich mit der Private Company Limited by Shares (kurz: Limited), deren Anzahl in Deutschland nach einer Reihe von Entscheidungen des EuGH stark angestiegen ist. Bei der Gründung einer Limited wird oftmals außer Acht gelassen, dass zahlreiche englische handelsrechtliche Publizitätspflichten zu beachten sind. Ziel der Untersuchung ist es, nach grundlegender Darstellung dieser englischen Publizitätspflichten die Sanktionen bei Nichtbeachtung der Publizitätspflichten aufzuzeigen, die gerade eine in Deutschland tätige Limited treffen können. Besonderes Augenmerk wird hierbei auf die Löschung der Limited gelegt. Die Arbeit gibt potentiellen Unternehmensgründern, aber auch Gläubigern Empfehlungen, wie sie sich bei der Interaktion mit einer Limited hinreichend schützen können.

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G. Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse in Thesen

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I. Die Gründungstheorie hat im Geltungsbereich der europäischen Niederlas- sungsfreiheit umfassend Einzug gefunden. Dem Gesellschaftsstatut zuzuordnen sind sowohl das „Ende“ der Gesellschaft als auch die handelsrechtlichen Publi- zitätspflichten. Insoweit ist auch hierzulande die Limited mit Verwaltungssitz in Deutschland dem englischem Recht zu unterstellen. II. Handelsrechtliche Publizitätspflichten mit ihrer besonderen gläubigerschüt- zenden Funktion sind im englischen Recht zahlreich vorhanden. Durch das Zu- sammenspiel der verschiedenen Publizitätspflichten und -mittel wird den Gläu- bigern ein tiefer Einblick in die Gesellschaft gewährt, welcher sie zu adäquatem Selbstschutz veranlassen soll. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die teilwei- se nur unter größerem Aufwand zu erlangenden Informationen insbesondere für Laien nicht immer einfach zu erfassen sind. Gerade die Pflicht, am registered office Register zu führen, läuft außerdem gegenüber „fernen“ Gläubigern zu- meist leer. III. Das deutsche Recht fällt hinsichtlich seiner Publizitätspflichten allerdings nicht wesentlich hinter die englischen zurück. Jedoch zumindest insofern, als dass keine Einsichtnahme bei der Gesellschaft möglich ist und eine dem annual return entsprechende, zusammenfassende Information nicht zu erlangen ist. IV. Die Einhaltung der Publizitätspflichten sucht das englische Recht durch ei- nen strengen Katalog an Sanktionen zu gewährleisten. Dabei sind solche sowohl für die officers als auch solche für die Gesellschaft selbst vorgesehen. Auf Sei- ten der officers sind strafrechtliche (Geld-)Sanktionen iSd. CA 2006 zu erwäh- nen sowie die Disqualifikation als Leiter einer Kapitalgesellschaft zu betonen. Auf...

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