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Materielle Insolvenz – Die retrograde Ermittlung der Zahlungsunfähigkeit

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Christoph Pabst

Die Zahlungsunfähigkeit des Schuldners ist nicht nur Eröffnungsgrund in § 17 InsO, sondern auch maßgebliches Tatbestandsmerkmal der §§ 129 ff. InsO, des § 64 GmbHG und der §§ 283 ff. StGB. Die insolvenzspezifischen Anfechtungs- und Haftungsansprüche beziehen sich dabei allesamt auf einen immer deutlich vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens gelagerten Zeitpunkt: den der Materiellen Insolvenz. Dass diese durch Tatrichter und Verwalter bzw. Sachverständige retrograd zu ermitteln ist, wurde und wird in der Literatur, von der Rechtsprechung und vom Gesetzgeber vorausgesetzt. Eine umfassende Auseinandersetzung mit den Grundlagen, Methoden und praktischen Problemen einer solchen Ermittlung unterblieb aber bislang. Mit seiner Arbeit hat sich der Verfasser diesem Problemfeld gestellt, und dieses methodisch und systematisch behandelt.

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Inhaltsverzeichnis

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A. Kapitel 1: Einführung .......................................................................................................... 15 I. Fragestellung der „Materiellen Insolvenz“ und ihrer tatsächlichen Ermittlung ................ 15 1. Zu den Begriffen der „Formellen“ und der „Materiellen Insolvenz“ ........................... 15 2. Bedeutung der „Materiellen Insolvenz“ für das gerichtliche Verfahren ...................... 18 II. Der zentrale Begriff der Zahlungsunfähigkeit ................................................................. 20 III. Bedürfnis der retrograden Ermittlung der Zahlungsunfähigkeit .................................... 21 1. Bedeutung für die Insolvenzanfechtung nach den §§ 129 ff. InsO ............................... 23 2. Bedeutung für die Geschäftsführerhaftung nach § 64 GmbHG .................................... 25 3. Bedeutung für die Straftatbestände der §§ 283 ff. StGB .............................................. 26 4. Feststellung der materiellen Insolvenz in der Praxis .................................................... 26 a. Gutachterpraxis – mangelnde Feststellung in Gutachten .......................................... 26 b. Der abgelehnte Vorschlag des § 157 RegE-InsO ...................................................... 28 IV. Chronologische Einordnung des Zeitpunktes und erste Gedanken zu der Materiellen Insolvenz ................................................................................................ 31 V. Vorgehen im Rahmen der Arbeit ..................................................................................... 33 Teil 1: Der Begriff der Zahlungsunfähigkeit ............................................................................ 35 B. Kapitel 2: Die Zahlungsunfähigkeit unter Geltung der Konkursordnung ........................... 37 I. Die Einführung des Begriffes durch den Gesetzgeber ...................................................... 37 II. Die Zahlungseinstellung .................................................................................................. 39 1. Bestimmung über § 113 Preußische Konkursordnung ................................................. 40 2. Ansatz über den Entwurf für ein Handelsgesetzbuch der preußischen Staaten von 1875 ............................................................................................................... 41 3. Wert für die retrograde Ermittlung ............................................................................... 41 III. Fortentwicklung des Begriffs der Zahlungsunfähigkeit durch die Rechtsprechung und die Wissenschaft ................................................................................. 43 1. Prägen einer Definition - Delegation des Gesetzgebers an die Praxis .......................... 43 2. Der Weg der Entwicklung einer Definition .................................................................. 44 a. Das Merkmal der „Fälligkeit“ ................................................................................... 45 aa) Zeitpunkt- oder Zeitraumilliquidität .................................................................... 45...

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