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Die poena naturalis im Straf- und Strafzumessungsrecht

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Sabrina Sprotte

Seit jeher ist die straftheoretische Fundierung des poena naturalis-Gedankens innerhalb des Strafrechtsystems umstritten. Bereits prima facie scheint eine zufällige, nicht durch eine übergeordnete Instanz verhängte Strafe nur schwerlich geeignet zu sein, die Funktion einer staatlichen Strafe zu erfüllen. Gleichwohl hat dieses Phänomen durch § 60 StGB Einzug in das geltende Strafrechtsystem gefunden. Im Fokus der Arbeit steht die Frage, ob die poena naturalis einen legitimen Stellenwert innerhalb des Strafrechts, insbesondere als Absehensgrund von Strafe im Rahmen von § 60 StGB hat bzw. haben kann, was nach ausführlicher Untersuchung verneint wird. Die poena naturalis ist und bleibt eine systemfremde Figur, welche keinerlei Daseinsberechtigung im geltenden Strafrecht hat.

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Inhaltsverzeichnis

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A. Einführung und Problemstellung ............................................................. 1 B. Die poena naturalis als Rechtsinstitut? .................................................... 5 I. Allgemeine Grundlagen .................................................................... 5 1. Poena naturalis – eine Begriffsbestimmung ............................... 5 2. Voraussetzungen und Bedeutung der staatlichen Strafe ............. 8 II. Die Legitimation von Strafe .............................................................. 10 1. Strafe als zweckfreie Vergeltung bzw. als zweckhafte (vergeltende) Reaktion ................................................................. 10 a. Die Vergeltungstheorien .......................................................... 11 b. Relative Straftheorien .............................................................. 14 aa. Theorie der Spezialprävention .......................................... 15 bb. Theorie der Generalprävention ......................................... 17 cc. Vereinigungstheorien ....................................................... 20 (1) Vergeltende bzw. additive Vereinigungstheorie ........ 20 (2) Präventive bzw. dialektische Vereinigungstheorie .... 21 2. Der poena naturalis-Gedanke vor dem Hintergrund gerechter Vergeltung und zweckhafter (vergeltender) Reaktion ................. 22 a. Relative Theorien .................................................................... 22 aa. Generalprävention .............................................................. 22 bb. Spezialprävention .............................................................. 26 b. Vergeltungstheorien ................................................................. 27 c. Vereinigungstheorien .............................................................. 27 d. Zwischenfazit ........................................................................... 28 3. Abschließende Bewertung der straftheoretischen Konzepte ...... 28 a. Vergeltungstheorie ................................................................... 28 b. Spezialprävention .................................................................... 30 c. Vereinigungstheorien .............................................................. 33 d. Generalprävention ................................................................... 34 aa. Negative Generalprävention .............................................. 34 bb. Positive Generalprävention ................................................ 36 4. Fazit .............................................................................................. 39 VIII C. Die poena naturalis im gegenwärtigen Straf- und Strafzumessungsrecht ............................................................................... 41 I. Die Gesetzgebung zu § 60 ................................................................ 42 1. Entstehungsgeschichte des § 60 ................................................... 42 2. Grundgedanke und Charakter des § 60 ....................................... 44 II. Einordnung und Legitimation des § 60 aus strafrechts- dogmatischer Sicht ............................................................................ 48 1. § 60 im Kontext des Straftatsystems ........................................... 49 a. Einordnung und Legitimation ................................................. 49 b. Erste kritische Würdigung ...................................................... 52 2. § 60 im Kontext der Strafzumessungsregelungen ....................... 55 a. Strafzumessung – ein kurzer Überblick ................................. 55 b. Die Legitimation des § 60 im Kontext der Strafzumessung ... 58 aa. Der Schuldausgleichs-Gedanke – § 60 als Strafzumessungsregelung im engeren Sinn ...................... 59 bb. Der Präventionsgedanke...

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