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Variation, Wandel, Wissen

Studien zum Hochdeutschen und Niederdeutschen

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Edited By Yvonne Hettler, Carolin Jürgens, Robert Langhanke and Christoph Purschke

Die Erforschung des Spektrums zwischen Dialekt und Standard, die Perzeptionslinguistik und die Analyse von Dialektsyntax sind Aufgaben einer Dialektologie, die sich als Regionalsprachenforschung versteht. In zwölf Beiträgen diskutieren Nachwuchswissenschaftler diese Fragestellungen aus der Perspektive neuerer variationslinguistischer Theorien. Die Themen reichen von der Namenkunde bis zur Perzeptionslinguistik und umfassen sowohl niederdeutsche als auch hochdeutsche Varietäten. Schwerpunkte liegen auf der Betrachtung sprachlicher Variation und Dynamik der phonologischen und morphologischen Ebene sowie von Methoden und Befunden sozio- und wahrnehmungsdialektologischer Untersuchungen. Beiträge zum altsächsischen Heliand und zur bairischen Namenkunde erweitern das Themenfeld.

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Einstellungen zu Standarddeutsch und Dialekt in der Deutschschweiz. Erste Ergebnisse einer Fragebogenstudie (Rebekka Studler)

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Einstellungen zu Standarddeutsch und Dialekt in der Deutschschweiz Erste Ergebnisse einer Fragebogenstudie Rebekka Studler Abstract Die Sprachsituation in der Deutschschweiz mit ihrem funktionalen Nebeneinander von Dia- lekt und Hochdeutsch und die Plurizentrizität der deutschen Sprache begünstigen die Entste- hung von ambivalenten Gefühlen gegenüber dem Standarddeutschen: Einerseits erachten Schweizerinnen und Schweizer das (bundesdeutsche) Hochdeutsch als Instanz für ‚gutes Deutsch‘, andererseits empfinden sie eine emotionale Distanz zur ‚Quasi-Fremdsprache‘ Deutsch. Bisherige Studien in der Einstellungsforschung haben denn auch gezeigt, dass ein gespaltenes Verhältnis und negative Einstellungen zum Hochdeutschen entstehen können. Im vorliegenden Beitrag werden ausgewählte Resultate einer Befragung zu den Sprach- einstellungen zu Standarddeutsch und Dialekt in der Deutschschweiz präsentiert. Anhand von subjektiven Sprachdaten, erhoben mittels eines Fragebogens, werden richtungsweisende Pa- rameter für die Entstehung von Spracheinstellungen sowohl in der Sprachsozialisierung als auch im Sprachgebrauch untersucht. Zudem wird überprüft, ob die bis anhin eruierten Einstel- lungen und die dafür verantwortlichen Parameter bestätigt werden können. 1. Einleitung Der Status des Hochdeutschen in der Schweiz ist immer wieder Auslöser hitzi- ger Diskussionen und politischer Abstimmungen: Ab wann sollen Schweizer Kinder Hochdeutsch lernen? Soll auch im Kindergarten (zumindest teilweise) Hochdeutsch gesprochen werden? Wie kann verhindert werden, dass in den Wandelgängen des Bundeshauses die entscheidenden Diskussionen in Mundart geführt werden und damit die Französisch und Italienisch sprechenden Parla- mentarierinnen und Parlamentarier außen vor gelassen werden? Sollen Deutsche in der Schweiz Schweizerdeutsch lernen? Gehört Hochdeutsch zur Mutterspra- che...

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