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Napoleon III.

Macht und Kunst

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Heiner Wittmann

Nach zwei gescheiterten Umsturzversuchen gelingt es Louis-Napoléon 1848 legal die Macht zu erringen. Er wird der erste Staatspräsident Frankreichs. Mit dem Staatsstreich vom 2. Dezember 1851 verliert er die Unterstützung vieler Künstler und Intellektueller. Als Kaiser macht er den Dialog zwischen Tradition und Moderne zu einer Strategie für eine tiefgreifende Modernisierung Frankreichs. Es ist aber die Kunst, die in jeder ihrer Ausdrucksformen und mit ihrer Überlegenheit über die Politik die Entwicklung des Zweiten Kaiserreichs maßgeblich beeinflusst. In dieser Studie werden der Beitrag und die Opposition von Künstlern, Literaten und Intellektuellen zum Zweiten Kaiserreich untersucht und vorgestellt.

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Louis-Napoléon: ein Freimaurer?

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Louis-Napoléon gelingt es, auf legalem Weg über die Wahl zum Staatspräsiden- ten die Macht zu erringen. Dieser Erfolg kann mit der Napoleon-Legende, die von Intellektuellen und Künstlern mitbestimmt wurde, seinem politischen Ge- schick und der Liste seiner Veröffentlichungen, vor allem aber mit seinem Na- men erklärt werden. Im Vergleich zu ihm mussten alle anderen Kandidaten den Wählern auf irgendeine Weise kompromittiert erscheinen. Er erschien als politi- scher Neuling zusammen mit dem Glanz Napoleons I., noch ohne die Unterstüt- zung einer politischen Partei, die ihn allein in den Élysée-Palast hätte bringen können. Einem kleinen Kreis engster Vertrauter, seiner eigenen Beharrlichkeit und auch politischem Glück hat er 1848 den Aufstieg zum höchsten Amt im Staat zu verdanken. Jeder seiner Lebensabschnitte erscheint im Nachhinein wie die planmäßige Vorbereitung seiner späteren Karriere. Dieser Lebensweg war nicht frei von Rückschlägen, die ihn nach dilettantisch ausgeführten Aktionen ins Exil und ins Gefängnis brachten. Er hat aber auch Mut bewiesen. Es ist nicht nur sein unerschütterlicher Glaube an seine Bestimmung, sondern auch sein politischer Verstand und sein Gespür, günstige Situationen zu erkennen und zu seinem Vorteil zu nutzen, die ihm seinen Erfolg sichern. Er hat politisches Glück, Intelligenz sicherlich, aber auch Helfershelfer, die stets im rechten Moment zur Stelle sind und den Verdacht aufkommen lassen, dass Louis-Napoléon eben doch zumindest ab etwa 1830 durch eine Organisation gestärkt worden ist, die sich im Hintergrund...

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