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Textlinguistik als Querschnittsdisziplin

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Zofia Berdychowska, Zofia Bilut-Homplewicz and Beata Mikolajczyk

Die Untersuchung der Textualität und die Bestimmung von Textsorten sind bis heute die grundlegenden Forschungsbereiche der Textlinguistik. Das Untersuchungsspektrum wird aber laufend durch neue Erkenntnisse und neue methodische Zugänge erweitert. Der Band fokussiert die aktuellen Forschungsinteressen und ebenso den Erkenntnisstand der polnischen und der ausländischen germanistischen Textlinguistik. Im Mittelpunkt stehen der qualitative und der mediale Wandel sowie das Verhältnis der Textlinguistik zu anderen Disziplinen wie zur Diskursforschung. In diesem Zusammenhang gewinnt das Plädoyer für die Textlinguistik als Querschnittsdisziplin an besonderer Relevanz.

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Textreferenz aus der Sicht der Theorie der Mentalräume von Gilles Fauconnier

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Magdalena Filar Abstract Der Beitrag hat zum Ziel, die im Rahmen der Theorie der Mentalräume ausgearbeitete Kon- zeption der funktionalen Analyse der Diskursstruktur anzunähern und ihre Anwendbarkeit für die Erklärung der Referenz auf der Diskursebene zu überprüfen. Es wird davon ausgegangen, dass die Referenz auf der mentalen Ebene in der Einsetzung der Objekte in bestimmte Men- talräume bzw. in der Sicherung des Zugangs zu den in Mentalräumen schon vorhandenen Objekten besteht. Die Mentalräume des Diskurses dienen als Referenzdomänen. Den Gegen- stand der Analyse stellen unterschiedliche Typen der Koreferenzbeziehungen dar, darunter: sowohl regelmäßige Koreferenzbeziehungen, als auch weniger konventionelle Beispiele wie die Vielzahl der Koreferenzbeziehungen und Koreferenzstörungen. 1. Der kognitive Zugriff in der Textlinguistik vs. die Kognitive Linguistik in der Diskursanalyse Die „Kognitive Wende“ bezeichnet in der modernen Linguistik eine radikale Abwendung von der Zielsetzung des Strukturalismus und Behaviorismus und die Forderung, die Sprache in Verbindung mit den mentalen Prozessen zu be- trachten. Im Rahmen des kognitivistischen Paradigmas lassen sich zwei For- schungsansätze unterscheiden: der in den germanistischen Textuntersuchungen entwickelte Ansatz konzentriert sich auf die Erforschung „der kognitiven Di- mension der Textualität“, der mit den amerikanischen Untersuchungen verbun- dene Ansatz strebt „die Erforschung der Sprachkenntnis als eines Teiles der menschlichen Kognition“ an (Scherner 2000: 187). Heinemann/Heinemann (2002: 90-95) sprechen im Hinblick auf die germa- nistische Forschungstradition von einer Periode in der Entwicklung der Textlin- guistik bzw. von dem „kognitiven Zugriff“ und von der prozessual-orientierten Textbetrachtung. Der wahrnehmbare Text wird...

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