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Textlinguistik als Querschnittsdisziplin

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Zofia Berdychowska, Zofia Bilut-Homplewicz and Beata Mikolajczyk

Die Untersuchung der Textualität und die Bestimmung von Textsorten sind bis heute die grundlegenden Forschungsbereiche der Textlinguistik. Das Untersuchungsspektrum wird aber laufend durch neue Erkenntnisse und neue methodische Zugänge erweitert. Der Band fokussiert die aktuellen Forschungsinteressen und ebenso den Erkenntnisstand der polnischen und der ausländischen germanistischen Textlinguistik. Im Mittelpunkt stehen der qualitative und der mediale Wandel sowie das Verhältnis der Textlinguistik zu anderen Disziplinen wie zur Diskursforschung. In diesem Zusammenhang gewinnt das Plädoyer für die Textlinguistik als Querschnittsdisziplin an besonderer Relevanz.

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Über Reformulierungen, genauer gesagt: über reformulierende Metatexteme in wissenschaftlichen Texten

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Danuta Olszewska Abstract Im Folgenden werden explizite Signale für Reformulierungshandlungen in geisteswissen- schaftlichen Texten dargestellt. Sie tauchen hier unter dem Begriff reformulierende Metatex- teme auf. Es handelt sich um Mittel einer Selbstparaphrasierung. Ihr häufiger Gebrauch zeugt vom Bestreben der Wissenschaftsautoren, im Schreibprozess bestimmte Gedankengänge mo- derierend weiter zu entwickeln. Ihre vielfältigen Formen lassen erklären, warum sie das tun. Dem Reformulieren liegen nämlich zahlreiche illokutive Handlungen zugrunde, die einerseits der Optimierung des Verständnisses, andererseits dem Selbstschutz der Autoren dienen. 0. Vorbemerkung Beim Verfassen von wissenschaftlichen Texten kommen in der Regel komplexe Strategien – verbunden mit Techniken, zum Einsatz, die mehr oder weniger sichtbare sprachliche Spuren hinterlassen. Man kann sie als Texthandlungen re- konstruieren. Für wissenschaftliche Texte lassen sich zwei Haupttypen von Texthandlungen unterscheiden: textkonstituierende und textorganisatorische Handlungen. Die textkonstituierenden Handlungen erlauben die Basisebene, d.h. die propositionale Ebene des Textes, zu realisieren und können aus dem Textzu- sammenhang ermittelt werden. Es handelt sich dabei sowohl um komplexe als auch um einfache Handlungsmuster, die satzübergreifenden Charakter haben. Zu den wissenschaftstypischen Textkonstitutionshandlungen gehören solche, wie Darlegen, Beschreiben, Diskutieren, Erläutern, Feststellen, Behaupten, Begrün- den, Argumentieren, Interpretieren, Generalisieren, Konkludieren, Resümieren, Zitieren, Verweisen (auf fremde Texte) u.a. Viele von ihnen werden häufig durch explizite Mittel angezeigt. Die textorganisierenden Handlungen bilden eine gesonderte Kategorie von Handlungen, die eine zusätzliche, sekundäre und fakultative Ebene eines wissenschaftlichen Textes bilden, und zwar die Meta- Ebene. Es sind unselbstständige, vom Basistext abhängige Schreibakte, mit...

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