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Das Gute und das Böse in der phantastischen Kinder- und Jugendliteratur

Eine Untersuchung bezogen auf Werke von Joanne K. Rowling, J.R.R. Tolkien, Michael Ende, Astrid Lindgren, Wolfgang und Heike Hohlbein, Otfried Preußler und Frederik Hetmann

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Nils Kulik

Die Untersuchung umfasst drei Teile: Im ersten Teil liegt der Schwerpunkt auf einer Darstellung und Diskussion der Forschungsgeschichte und des Forschungsstandes zum kinder- und jugendliterarischen Phantastikbegriff. Zudem wird eine Abgrenzung zu benachbarten Textsorten vorgenommen. Auf Grundlage der strukturalen Textanalyse werden im zweiten Teil repräsentative Texte der wichtigsten Autoren phantastischer Kinder- und Jugendliteratur interpretiert. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse schließt diesen Abschnitt ab. Im dritten Teil finden die Funktionen von Phantastik und Fantasy Berücksichtigung, insbesondere die entwicklungsunterstützende und die Orientierungsfunktion. Diese Überlegungen basieren auf der psychoanalytischen Entwicklungstheorie und soziologischen Befunden zur Postmoderne.

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I. Begriffe - Forschungsstand - Fragestellung - Methode

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2 1 Eine Textsorte konstituiert sich nach Klingberg durch bestimmte Motive?5 "The motifs of the fantastic tale for children tell of a strange world which js connected with a real one, or about a method which renders the union between the two worlds possible. , ,26 Die fremde Welt (strange world) kann dabei nach Klingberg entweder als magische Welt (magie world) in die reale Welt (real world) einge­ bettet sein oder als mythische Welt (mythical world) neben der realen existieren. Es ist aber auch der Fall denkbar, dass die fremde Welt als räumlich und zeitlich entfernte reale Welt vorliegt27, wobei der Kontakt zwischen den Welten auf un­ terschiedliche Weise hergestellt werden kann.28 Ein Abschluss der frühen Diskussion um die Textsortenbestimmung der phanta­ stischen Kinder- und Jugendliteratur kann 1 974 in Klingbergs Aufsatz "Die phantastische Kinder- und Jugenderzählung,,29 gesehen werden. Nachdem die bisherigen Forschungsergebnisse noch einmal referiert worden sind und ein knapper historischer Rückblick gegeben worden ist, wird der Begriff der surreal­ komischen Erzählung neu in die Diskussion eingeführt.30 Eine genaue Definition liefert Klingberg j edoch nicht. Er benennt lediglich "Facetten", die diese Texts­ orte umfasst: [ . . . ] das Verkehrte, das erheiternd Ver-rückte, das Antirealistische, Tolle, Unlogische oder Vertrackt-Logische und das zum Gelächter um seiner selbst willen Reizende [ . . . ] . Das Geschehen der surreal-komischen Kinder- und Jugenderzählung spielt sich grund­ sätzlich in einer, meist der realen, vertrauten Welt des Lesers ab.3 1 25 V gI. Klingberg 1 970, S. 2 . 26 Klingberg 1 970,...

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