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Das Gute und das Böse in der phantastischen Kinder- und Jugendliteratur

Eine Untersuchung bezogen auf Werke von Joanne K. Rowling, J.R.R. Tolkien, Michael Ende, Astrid Lindgren, Wolfgang und Heike Hohlbein, Otfried Preußler und Frederik Hetmann

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Nils Kulik

Die Untersuchung umfasst drei Teile: Im ersten Teil liegt der Schwerpunkt auf einer Darstellung und Diskussion der Forschungsgeschichte und des Forschungsstandes zum kinder- und jugendliterarischen Phantastikbegriff. Zudem wird eine Abgrenzung zu benachbarten Textsorten vorgenommen. Auf Grundlage der strukturalen Textanalyse werden im zweiten Teil repräsentative Texte der wichtigsten Autoren phantastischer Kinder- und Jugendliteratur interpretiert. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse schließt diesen Abschnitt ab. Im dritten Teil finden die Funktionen von Phantastik und Fantasy Berücksichtigung, insbesondere die entwicklungsunterstützende und die Orientierungsfunktion. Diese Überlegungen basieren auf der psychoanalytischen Entwicklungstheorie und soziologischen Befunden zur Postmoderne.

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II. Das Gute und Böse in der phantastischen Kinder- und Jugendliteratur und Fantasy

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1 2 1 tens/der Dunkelheit " hervorgeht (HdR3 1 3 1 , 230, HdR4 9).375 Zu einem gewis­ sen Grad ist die Dunkelheit auf den Ausstoß von Rauch und Dunkelheit aus dem Dunklen Turm (HdR6 55f. , 63) und dem Schicksalsberg, dem Orodruin, zurück­ zufuhren: Fern im Südosten ragte wie ein dunkler stehender Schatten der Berg auf. Rauchfahnen entströmten ihm, und während j ene, die bis in die höheren Luftschichten aufstiegen, nach Osten abzogen, wälzten sich große Wolken über seine Hänge herab und breiteten sich über das Land aus .376 Ebenso wie das Land zeichnen sich die Bauwerke wegen ihrer äußeren Erschei­ nung und über die sprachliche Ebene durch Dunkelheit aus . Zu nennen sind das "Schwarze Tor,,377 , die "Schwarzen Verliese" (HdRI 226, HdR6 1 9), die Orkfestung bei Cirith Ungol (HdR6 1 7) und Barad-dur (HdR2 224, HdR6 63), der "Dunkle/Schwarze Turm".378 Mit der bereits hinreichend belegten Dunkel­ heit und dem vom Feuer des Schicksalsbergs ausgehenden roten Glühen379, sind Schwarz und Rot mit ihren Konnotationen Tod, Krieg, Hass und Zerstörung (L 208, 634, 658; B 1 7 1 , 244f. , 265) die dominierenden Farben. Insbesondere der Tod lässt sich für Mordor vielfältig am Text belegen: Aragorn spricht von Frodos "Todesfahrt nach Mordor" (HdR3 1 6) und weist auf die töd­ lichen, einen "widerwärtigen Leichengeruch" verströmenden Blumen des Mor­ gul-Tals hin (HdR2 50, HdR4 1 3 1 f. , HdR6 55) , der zudem gemeinsam mit dem...

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