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Das Kartellrecht der Sportregeln

Christian Dietz

Mit der Entscheidung in Sachen Meca-Medina und Majcen erklärte der Europäische Gerichtshof die Anwendbarkeit des europäischen Kartellrechts auf sportverbandliche Regelungen. Müssen Sportverbände nun fürchten, dass all ihre Regeln am Maßstab des Kartellrechts zu messen sind? Welche Folgen hätte es dann auf einen sportlichen Wettbewerb, sollte eine sportverbandliche Regel gemäß Art. 101 Abs. 2 AEUV nichtig sein? Aus dogmatischer Sicht stellt sich auch die Frage neu, wie der Tatbestand des Art. 101 Abs. 1 AEUV von der Freistellungsmöglichkeit des Art. 101 Abs. 3 AEUV abzugrenzen ist, denn der EuGH nahm im Verfahren eine umfassende Würdigung der Gesamtumstände bereits auf Tatbestandsebene des Kartellverbotes vor. In diesem Zusammenhang beantwortet der Autor aus Sicht der Transaktionskostentheorie auch die Frage, warum sich die einzelnen Sportler überhaupt zu einem Verband zusammenschließen.

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Inhaltsverzeichnis

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Literaturverzeichnis ........................................................................................ XVII 1. Kapitel: Einleitung ............................................................................................ 1 2. Kapitel: Grundlagen ......................................................................................... 9 § 1 Die Verbandspyramide............................................................................... 9 § 2 Die Verbandsautonomie ........................................................................... 10 § 3 Die Verbandsmacht .................................................................................. 11 § 4 Sportlicher vs. wirtschaftlicher Wettbewerb ............................................ 12 § 5 Die Chancengleichheit im Konflikt mit dem Kartellverbot ..................... 17 § 6 Der Sport als Gemeinschaftsprodukt ........................................................ 18 § 7 Der Begriff der Tatsachenentscheidung und seine Unangreifbarkeit ......... 18 3. Kapitel: Zum bisherigen Verhältnis zwischen (Kartell-)recht und Sport ....... 21 § 1 Die Einstufung nach der „Sporttypizität“ ................................................. 21 § 2 Die bisherige Rechtsprechung des Gerichtshofes .................................... 24 § 3 Die Erforderlichkeit einer Regel für den Sportwettkampf ....................... 26 § 4 Dogmatische Begründungsansätze ........................................................... 27 § 5 Die Übertragung der bisherigen EuGH-Grundsätze auf Art. 101 AEUV ... 30 § 6 Zusammenfassung .................................................................................... 31 4. Kapitel: Das Urteil des Gerichtshofes in Sachen Meca-Medina ..................... 33 § 1 Hauptaussagen des Urteils ....................................................................... 33 § 2 Die Einordnung des Urteiles in die Rechtsprechung des EuGH ............... 34 § 3 Inhaltliche Einordnung des Urteiles ......................................................... 41 A. Die Bedeutung für die Abgrenzung zwischen Sport- und Rechtsregel ......................................................................................... 41 B. Reichweite der Anwendbarkeit .......................................................... 46 C. Beschränkung durch die Vereinigungsfreiheit? .................................. 47 D. Berücksichtigung der „Besonderheiten des Sportes“? ........................ 47 E. Berücksichtigung von außerwettbewerblichen Faktoren auf Tatbestandsebene? .............................................................................. 48 X I. Wouters als Vorreiter für Meca-Medina? .................................. 49 II. Außerwettbewerbliche Betrachtung bei Meca-Medina? ............. 51 1. Der Wortlaut und Sinn und Zweck des Art. 101 Abs. 1 AEUV ................................................................................... 53 2. Politische Reichweite ............................................................ 55 3. Rechtssicherheit .................................................................... 58 4. Schlussfolgerung ................................................................... 58 III. Meca-Medina: Keine Rechtfertigung, sondern Auslegung ......... 59 IV. Die Vereinbarkeit des Ergebnisses mit dem Albany-Urteil ........ 61 V. Die Bewährung der gefundenen Ergebnisse in späteren...

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