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Erziehung zur Mündigkeit und Kants Idee der Freiheit

Markus Speidel

Obwohl der Mündigkeitsbegriff seine herausragende Stellung in der erziehungswissenschaftlichen Diskussion mittlerweile eingebüßt hat, ist er immer noch als Erziehungsziel gegenwärtig. Wer von Mündigkeit redet, meint – mal mehr, mal weniger explizit – das Verantwortung begründende Freiheitsvermögen, sich selbst regieren zu können. Angenommen, die moderne Hirnforschung hätte Recht und Freiheit wäre tatsächlich nur eine Illusion, müsste mit der Unmöglichkeit von Freiheit und Verantwortung
konsequenterweise auch der Mündigkeitsbegriff verworfen werden. Kants Idee der Freiheit zeigt, warum Freiheit trotz (neuronaler) Determination widerspruchsfrei gedacht werden kann. Diese Fundierung des Mündigkeitsbegriffs in der Idee der Freiheit schränkt zugleich auch die Bandbreite dessen ein, was Mündigkeit sein kann und nimmt dem Begriff so seine Beliebigkeit.

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Eisler, Rudolf (2008): Kant-Lexikon. Nachschlagewerk zu Kants sämtlichen Schriften, Briefen und handschriftlichem Nachlass. Nachdruck der Ausgabe Berlin 1930. Hildesheim: Weidmannsche Verlagsbuchhandlung. Kant, Immanuel (2007): Kant im Kontext III. Komplettausgabe 2007; Werke, Briefwechsel, Nachlaß und Vorlesungen auf CD-ROM. Komplettausg., erhebl. verm. und neu durchges. Aufl. Berlin: Worm.

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