Show Less

John Howard und die Strafvollzugsreformen in Süddeutschland in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts

Series:

Maximiliane Friederich

Die Konzeption John Howards war bis Mitte des 19. Jahrhunderts anerkannter Maßstab für humanen Strafvollzug in Süddeutschland und bereitete den Weg für die Freiheitsstrafe in ihrer heutigen Form. Zunächst werden in dieser Arbeit Strafgerichtsbarkeit und Strafvollzug in England zum Ende des 18. Jahrhunderts erläutert. Es folgen eine ausführliche Biografie Howards und die erste systematische Gesamtdarstellung seiner Forderungen für einen menschenwürdigen Strafvollzug. Beschrieben wird, wie seine Ideen in Süddeutschland rezipiert wurden. Schließlich verschafft das Buch den ersten Gesamtüberblick über die Strafvollzugsreformen in Baden, Bayern, Hohenzollern-Hechingen, Hohenzollern-Sigmaringen und Württemberg bis etwa 1860 sowie Howards Einfluss darauf.

Prices

See more price optionsHide price options
Show Summary Details
Restricted access

Erster Teil: John Howards Leben

Extract

I. Quellenlage Was über John Howard bekannt ist, stammt größtenteils aus drei Quellen: Ho- wards eigenen Veröffentlichungen sowie den Biografien Howards von John Aikin und James Baldwin Brown. Howard hat zwei Hauptwerke mit jeweils einem Appendix veröffentlicht, aus denen sich viel über sein Leben ab seiner Ernennung zum „High Sheriff“ im Jahr 1773 entnehmen lässt. Im Jahr 1777 erschien „The State of the Prisons in Eng- land and Wales, with Preliminary Observations, and an Account of some Foreign Prisons”. Dieses Buch wurde noch sechs Mal in englischer Sprache aufgelegt und mehrere der Neudrucke um neuere Reiseeindrücke ergänzt. Zudem kamen zwei Auflagen des „Appendix to the State of the Prisons in England and Wa- les“ heraus. 1789, ein Jahr vor seinem Tod, editierte Howard sein zweites Buch „An Account of the Principal Lazarettos in Europe; With various Papers relative to the Plague: together with further Observations on some Foreign Prisons and Hospitals; and Additional Remarks on the Present State of those in Great Britain and Ireland”. Darin geht es zwar vordergründig um Pesthäuser77, jedoch hat sich Howard in diesem Werk ebenfalls eingehend zu Haftanstalten geäußert. Dieses Buch fand ebenfalls große Beachtung, drei weitere englische Auflagen und ein „Appendix“ (1791, zwei Ausgaben) folgten. John Aikin (1747–1822), ein Arzt und Bekannter Howards, veröffentlichte 1792 eine erste kurze, aber wichtige Biografie. Dass von dieser 1796 eine Neuauf- lage, in den USA 1794 zwei weitere Auflagen sowie 1814 eine weitere erschienen sind...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.