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Schriften zur Synchronie und Diachronie des Deutschen

Herausgegeben von Andrzej Kątny, Michail Kotin, Elisabeth Leiss und Anna Socka

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Andrzej Katny, Michail L. Kotin, Elisabeth Leiss and Anna Socka

Das Buch stellt einen Ab- und Umriss des bisherigen wissenschaftlichen Lebenswerks Werner Abrahams dar. Werner Abraham, bis 2001 fast 30 Jahre lang Lehrstuhlinhaber für germanistische Linguistik und Mediävistik an der Rijksuniversiteit Groningen, bekleidete nicht nur akademische Lehrstellen auf der ganzen Welt, sondern hat auch mit über 700 wissenschaftlichen Publikationen auf den Gebieten der modernen Grammatikforschung, der Dialektologie, der übereinzelsprachlichen Typologie, des Deutschen als Fremdsprache und der semantisch-pragmatischen Analyse literarischer Werke nachhaltigen Einfluss ausgeübt. Die ausgewählten, ausschließlich deutschsprachigen Artikel dokumentieren relevante und bis heute produktive Anstöße für die Fächer Germanistische Linguistik und Allgemeine Sprachwissenschaft.

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Vorwort

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Der vorliegende Band umfasst eine Auswahl deutschsprachiger Publikationen von Werner Abraham der vergangenen 25 Jahre, die wichtige Anstöße zum Verständnis der Grammatik vor allem des Deutschen und Niederländischen aus sprachtypologi- scher und universalgrammatischer Perspektive gegeben haben. Viele der Ideen sind mittlerweile in englischsprachigen Publikationen ausgearbeitet und weiterentwickelt worden. Dennoch ist das gesamte Potential der Anregungen nicht ausgeschöpft. Das lässt sich vielleicht durch ein persönliches Beispiel am besten illustrieren: Im Jahr 1989 ist in den Groninger Arbeiten zur germanistischen Linguistik ein Artikel erschienen, in dem zum ersten Mal der Zusammenhang zwischen dem Lesartwechsel der Modalverben von grundmodaler zu epistemischer Modalität und dem Aspekt- wechsel der eingebetteten Infinitivlexeme veröffentlicht wurde. Diese Entdeckung wurde als Abraham (1991) dann einem weiteren Publikum bekannt und hat eine Viel- zahl von Einsichten in die Semantik der Modalverben erbracht. Der Zusammenhang zwischen Mo dalles ar ten und Aspekt hat mir selbst den Bereich der Modalität zum ersten Mal systematisch er schlos sen und transparent gemacht. Es war zu erwarten, dass die grammatische Kategorie Aspekt bzw. As pek tu alität im weiteren Sinn, die als wesentlicher Baustein der ATM-Kategorien bereits bekannt war, auch beim Auf- bau der Modalverbsemantik beteiligt sein musste. Und doch waren die Muster bis dahin nicht aufgedeckt worden. Mittlerweile erweisen sie sich als maßgeblich für die Entdeckung ko verter Muster von deontischer und epistemischer Modalität selbst in Sprachen, die scheinbar über keine solchen Modalparadigmen verfügen. Man kann sagen, das Verständnis...

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