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Kompetenzorientierung und Schüleraktivierung im Russischunterricht

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Edited By Anka Bergmann

Der Band beleuchtet das Konzept der Schüleraktivierung im Rahmen eines kompetenzorientierten (schulischen) Russischunterrichts aus verschiedenen Perspektiven: im ersten Teil geht es um die fachhistorische und bildungspolitische Positionierung der Schulfremdsprache Russisch sowie um die konzeptuellen Grundlagen von Kompetenzorientierung und Schüleraktivierung und deren Bezug zu den institutionellen Gegebenheiten des gegenwärtigen Russischunterrichts. Im zweiten Teil werden Handlungsfelder der Unterrichtspraxis reflektiert und wird der Blick darauf gelenkt, wie Lernprozesse in unterrichtlichen Arrangements initiiert und unterstützt werden können. Diese Beiträge basieren größtenteils auf vielfältigen Erfahrungen langjähriger Praktiker, Lehrplanentwickler und Lehrbuchautoren.

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Zur Einführung in den Band

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Zum Status der Schulfremdsprache Russisch, den Aufgaben der Russischdidaktik und dem Anliegen des Bandes Russisch nimmt nach der Anzahl der Schüler1 seit einigen Jahren stabil den fünften Platz unter den in deutschen Schulen gelernten Fremdsprachen ein. Zumeist ist es im fremdsprachlichen Profil der Schulen als 2., 3. oder 4. Fremdsprache vertreten, in wenigen Schulen mit speziellem Profil wird es als 1. Fremdsprache oder als Arbeitssprache im bilingualen Sachfachunterricht geführt. Damit unterliegt es – jedenfalls auf den ersten Blick – den gleichen äußeren Rahmenbedingungen wie andere Schulfremdsprachen. Während Englisch die in Deutschland mehrheitlich erste angewählte Fremdsprache ist, stehen alle weiteren in der Schule angebotenen und in der Regel auf Englisch folgenden Fremdsprachen bildungspolitisch als 2. oder 3./4. Fremdsprache prinzipiell gleichberechtigt neben- und in Konkur- renz zueinander. Unterschiede, die sich nicht unerheblich auf die Einstellungen zu den einzelnen Schulfremdsprachen und die Schülerzahlen auswirken, gibt es freilich in der Tradition wie der Wertschätzung der Fremdsprachenfächer: so gilt Französisch nach wie vor als die nach Englisch wichtigste Schulfremdsprache, obwohl es in den letzten Jahren an Popularität eingebüßt hat. Der Nutzen des Lateinunterrichts wird mit Verweis auf den hohen Bildungswert, die Schulung des logischen Denkens wie des Sprachverständnisses bis heute kaum in Frage gestellt, das Fach in einigen Bundesländern von der Bildungspolitik gar protegiert, obwohl die Statistiken der Europäischen Union Latein gar nicht als Fremdspra- che führen. Die gestiegene Attraktivität des Spanischen, das seit dem Schuljahr 2003/2004 vor Russisch rangiert,...

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