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Die Erscheinung Jesu

Eine rezeptionsorientierte Untersuchung der Erscheinungserzählungen in den synoptischen Evangelien

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Young In Kim

Untersuchungen zu den Erzählungen von der Erscheinung des Auferstandenen in den synoptischen Evangelien sind in der exegetischen Forschung vielfach vertreten. Gleichwohl ist es dem Autor gelungen, mit einer neuen Fragestellung und unter einer neuen Perspektive neue Einsichten für die Exegese und die Theologie in den wissenschaftlichen Diskurs einzubringen. Die Arbeit nimmt die erzähltheoretischen Aspekte auf und verbindet sie mit den traditionellen exegetischen Methoden. Die exegetische und die literaturwissenschaftliche Literatur wird in großer Breite behandelt und kritisch diskutiert, wobei sowohl ältere wie auch neueste Publikationen Berücksichtigung finden. Der methodische Ansatz der Rezeptionsorientierung trägt ganz wesentlich zum besseren Verstehen der Texte bei.

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Dritter Teil:Die Erscheinungserzählungen in der matthäischen “inclusive story”

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I. Das Matthäusevangelium als inclusive story Anders als sein Prätext Markus erzählt Matthäus wie auch Lukas von der Aufer- stehung bzw. den Erscheinungen Jesu. Der Auferstandene begegnet seinen Jün- gern auf einem Berg in Galiläa (Mt 28,16: eivj th.n Galilai,an eivj to. o;roj) und erteilt ihnen den Auftrag zur Weltmission. In Mt 28,8 zeigt der Ausdruck meta. fo,bou, dass Matthäus weiß, wo und wie die markinische Narrative endete.1 Aber zugleich wird seine Absicht deutlich, die Geschichte Jesu nicht so abrupt zu be- enden. Gegenüber Markus findet man bei ihm deshalb eine andersartige Darstel- lung: kai. cara/j mega,lhj e;dramon avpaggei/lai toi/j maqhtai/j auvtou/. Damit ex- poniert er seine Intention, die Kontinuität der Jesusgeschichte im Hinblick auf die Erscheinungen zu gewährleisten, die Erzählung führt darum von der Grab- episode weiter zur Erscheinungserzählung. Jedoch ist die Tendenz am Ende sei- ner Narrative auch ganz anders als bei Lukas, der auch auf das rätselhafte Mar- kusende reagiert hat, indem er ausführliche Erscheinungserzählungen und Chris- ti Himmelfahrt zu einer Einheit geformt hat. Bei Matthäus wird die Erscheinung Jesu zwar zweimal geschildert, doch je- des Mal geschieht dies nur relativ knapp: zuerst vor den Frauen am leeren Grab in Jerusalem (Mt 28,9-10) und sodann vor den Jüngern auf dem Berg (Mt 28,16- 20). In der Erzählrede, am Ende seiner Erzählung, findet man auch einen Grund für...

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