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Deutsche Grammatik

Ein völlig neuer Ansatz

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Józef Paweł Darski

Diese Grammatik basiert auf allgemeinen menschlichen Sprachprinzipien, dargelegt im Linguistischen Analysemodel des Autors aus den Jahren 1987 und 2004. Es werden hier die Prämissen und Verfahren der neuen Sprachtheorie klar dargestellt, wobei in vielen Fällen auf die grammatische Tradition verzichtet werden musste. Die exakten Definitionen der grundlegenden grammatischen Termini erleichtern das Verständnis der Gesetzmäßigkeiten der deutschen Sprache. Die neuartigen, einfachen Regeln ermöglichen, den Sachverhalt auch ohne Ausnahmen und Schwankungen darzustellen. Die Grammatik, die sowohl im muttersprachlichen Unterricht als auch im Deutsch als Fremdsprache-Unterricht eingesetzt werden kann, ist widerspruchsfrei und kann zu selbstständigen kontrastiven Sprachvergleichen anleiten. Grammatische Vorkenntnisse sind zur Rezeption des Inhalts nicht erforderlich. Wünschenswert ist nur logisches Denken.

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17 Valenz

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17.0 Einführung Den aus der Chemie entlehnten Terminus Valenz führte Lucien Tesnière (1959) in die Linguistik ein. Seine synonymische Bezeichnungen sind „Fügungspotenz, Fü- gungswert, Stelligkeit, Stellungsplan, Wertigkeit“ (Glück 2005: 714). Die Valenz wurde anfangs nur als eine Eigenschaft des Verbs,143 das Leerstellen in Sätzen für andere Satzglieder eröffnen kann, aufgefasst und beschrieben. Erst spä- ter wurde die Valenz auf die Hauptwortarten Substantiv und Adjektiv144 übertra- gen. Im weiteren Sinne versteht man unter der Valenz alle Kombinationsmöglich- keiten eines Wortes im Satz, sogar die Morphemkombination in Wörtern.145 Eine umfassende Übersicht über die Valenz bietet das Kapitel „IV. Valenz. Grundlagen und Grundfragen“ in Vilmos Ágel et al. (2003: 352-507). Die Verbvalenz wurde und wird weiterhin implizite in korrekten Sätzen mit einfa- chen Verbformen meistens im Präsens vorgelegt. Die vom Verb abhängigen Glie- der werden als Ergänzungen und Angaben klassifiziert, wobei die Ergänzungen obligatorisch oder fakultativ sein können. Die obligatorischen Ergänzungen sind unter der Bedingung der Satzkorrektheit nicht weglassbar und in ihrer morpho- logischen Form nicht veränderbar. Die Angaben dagegen werden als fakultativ charakterisiert, denn sie können im Satz weggelassen werden, ohne dass der Satz inkorrekt wird. Die Ergänzungen des Verbs werden nach der Anzahl und ihrem Satzgliedwert klassifiziert. Nach der Anzahl gibt es nullwertige (avalente) Verben, also Verben ohne Ergänzungen, einwertige (monovalente), zweiwertige (bivalente), dreiwerti- ge (trivalente) und auch höherwertige Verben. Als nullwertige Verben werden die Witterungsverben...

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