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Jenseits

Eine mittelalterliche und mediävistische Imagination. Interdisziplinäre Ansätze zur Analyse des Unerklärlichen

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Edited By Christa A. Tuczay

Der Konferenz-Band ist den Jenseits-Imaginationen des Mittelalters gewidmet. Die Konferenz ging in der Hauptsache der Frage nach, wie einzelne Epochen und Kulturen Vorstellungen vom Leben nach dem Tod manifestieren. Der zeitliche Bogen spannte sich dabei von der Antike bis zur Gegenwart des 21. Jahrhunderts. Je nach Epoche und Kultur waren auch die Theorien und Narrationen in unterschiedlichen Kontexten verortet. Das Mittelalter band u.a. die Narrationen in den Kontext der Frömmigkeitsgeschichte ein, wobei viele mittelalterliche Visionsberichte nicht nur als Affirmationen für ein Jenseits fungierten, sondern auch Reformbewegungen stützten und als Mittel zum Zweck instrumentalisiert wurden. Mittelalterliche Imaginationen und Diskurse zum Jenseits einerseits und neue interdisziplinäre Interpretationsansätze und Methoden der Mediävistik andererseits stehen im Fokus des Sammelbandes.

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Die Kunst des Sterbens: Vom guten und schlimmen Tod im Mittelalter (Christa Agnes Tuczay)

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Christa Agnes Tuczay Die Kunst des Sterbens: Vom guten und schlimmen Tod im Mittelalter Abstract The art of dying in medieval culture generally has to do with the way of living� The good living in the Christian interpretation leads to a good dying a good death and good life in the life after death� So the good death is the Christians ultimative last goal before crossing the line to the beyond� Manifold strategies were developed to that lead to this goal also with the strategy of deterrence in texts and in the end of the Middle Ages illustrations� The desire to have a clear manual for the rituals and the helpers like St� Christophorus and its role play an important part� I. Einleitung Lessings Urteil über das Mittelalter, dass erst „diejenige Religion, welche dem Men- schen zuerst entdeckte, dass auch der natürliche Tod die Frucht und der Sold der Sünde sei“1, dadurch auch den „Schrecken des Todes unendlich“ vermehrt habe, erscheint zutreffend� Der heutige Mensch stellt sich der Frage nach Tod und Sterben nur ungern bzw� entzieht sich ihr� Die gängige Meinung lautet, tot sein wäre nicht so schlimm, wenn nicht vorher der unangenehme Vorgang des Sterbens wäre: Wenn, dann wünscht sich der moderne Mensch einen schnellen unerwarteten Tod, und fürchtet ein qualvolles Dahinsiechen� Neuere soziologische Untersuchungen zeigen, dass die traditionellen Abläufe und Riten, heute aus der Perspektive der Individualisierung selbst gestärkt werden kön- nen� So spricht sich vor...

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