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Aufklärungspflicht und Schadensersatz wegen Aufklärungspflichtverletzung am Beispiel der Anlageberatung

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Felix Rödel

Der Autor beschäftigt sich mit der Aufklärungspflicht und dem Schadensersatz wegen Aufklärungspflichtverletzung bei der Anlageberatung. Nach der dogmatischen, vor allem schuldrechtlichen Einordnung der Aufklärungspflicht – besonders im Hinblick auf die Folgen bei Sekundäransprüchen – wird diese im Rahmen der Anlageberatung dargestellt. Der Schadensersatz wegen feststehender Aufklärungspflichtverletzung des Anlageberaters wird im Hinblick auf die zivil- und aufsichtsrechtlichen Pflichten der Bank bei der Erbringung der Anlageberatung besprochen. Das Buch gibt weiterhin einen Ausblick auf die mit dem Honoraranlageberatungsgesetz verbunden Änderungen sowie die europäische Entwicklung nach MiFID II.

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Dritter Teil: Die Aufklärungspflicht bei der Anlageberatung und der Schadensersatz wegen feststehender Aufklärungspflichtverletzung des Anlageberaters

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Bei der Anlageberatung kann eine beratende Bank zur Aufklärung über ver- schiedene Umstände verpflichtet sein. Diese Aufklärung ist von der eigentlichen Beratung zu unterscheiden. Die Verletzung einer solchen Aufklärungspflicht kann zu einem nicht unerheblichen Schaden für den Anleger führen. In der Pra- xis werden viele Schadensersatzklagen gegen beratende Banken auf die Aufklä- rungspflichtverletzung gestützt. § 1: Begriff der Anlageberatung A. Definition Die Anlageberatung wird von einem fachkundigen Berater gegenüber einem Kapitalanleger erteilt. Der Anleger verfügt regelmäßig nicht über die wirtschaft- liche Sachkunde, um eine seinen Anlagezielen entsprechende Anlageentschei- dung zu treffen. Die Anlageberatung als Finanz- beziehungsweise Wertpapierdienstleistung ist durch das KWG und zugleich durch das WpHG definiert als „die Abgabe von persönlichen Empfehlungen an Kunden oder deren Vertreter, die sich auf Ge- schäfte mit bestimmten Finanzinstrumenten beziehen, sofern die Empfehlung auf eine Prüfung der persönlichen Umstände des Anlegers gestützt oder als für ihn geeignet dargestellt wird und nicht ausschließlich über Informationsverbrei- tungskanäle oder für die Öffentlichkeit bekannt gegeben wird“, § 1 Abs. 1a S. 2 Nr. 1a KWG, § 2 Abs. 3 S. 1 Nr. 9 WpHG. Der fachkundige Anlageberater gelangt unter Berücksichtigung der persönli- chen Verhältnisse des Anlegers, wie etwa dessen finanzieller Situation, zu einer Bewertung und gibt eine Empfehlung hinsichtlich bestimmter Finanzproduk- te. Im Gegensatz zu einer bloßen Information muss bei der Empfehlung dem Anleger eine bestimmte Handlung als seinem Interesse entsprechend angeraten werden, ungeachtet, ob...

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