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Regulierung anwaltlicher Parteivertreter in internationalen Schiedsverfahren

Rechtlicher Rahmen für in- und ausländische Rechtsanwälte vor Schiedsgerichten mit Sitz in Deutschland

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Sven Hasenstab

Der Autor untersucht die Regulierung ausländischer Parteivertreter in internationalen Schiedsverfahren mit Sitz in Deutschland. Anders als vor nationalen Gerichten dürfen in internationalen Schiedsverfahren auch ausländische Parteivertreter, d.h. Anwälte, die nicht am Sitz des Schiedsgerichts zugelassen sind, als Bevollmächtigte auftreten. Welches Berufsrecht ist auf sie anwendbar? Wird ihre Tätigkeit vom deutschen Strafrecht erfasst? Welche Kompetenzen haben Schiedsgerichte, um etwa kollidierende Berufsrechte in Ausgleich zu bringen oder Fehlverhalten zu sanktionieren? Neben diesen Fragen diskutiert der Autor außerdem, ob eine zusätzliche Regulierung durch sog. «Soft-Law», wie etwa den Guidelines von IBA oder LCIA, für den Schiedsstandort Deutschland notwendig oder wünschenswert ist.

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Inhaltsverzeichnis

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Ziel der Untersuchung .........................................................................................1 1.Teil: Gewähr anwaltlicher Vertretung ....................................................5 A. Genese von § 1042 Abs. 2 ZPO ......................................................................6 I. Vorgeschichte und Einführung 1933 .......................................................6 1. Erste Entwürfe von Louis Levin .........................................................6 2. Übernahme in den ZPO-Reformentwurf 1931 ...............................9 3. Einführung durch die Nationalsozialisten ..................................... 11 a) Hintergrund: Arisierung der Anwaltschaft ............................ 11 b) Hintergrund: Zurückdrängung der Schiedsgerichtsbarkeit .............................................................. 14 c) Initiative des Justizministeriums ............................................. 15 4. Einführung in die ZPO 1933 ........................................................... 15 a) Änderung § 1032 Abs. 3 S. 2 ZPO ........................................... 16 b) Einführung § 1034 Abs. 1 S. 2, 3 ZPO ..................................... 16 c) Fortgeltung von 1945 bis 1998 ................................................. 18 II. Neufassung in § 1042 Abs. 2 ZPO ......................................................... 19 1. Sprachliche Änderungen .................................................................. 20 a) Ausschluss statt Zurückweisung .............................................. 20 b) Streichung der Bezugnahme auf § 157 ZPO .......................... 20 2. Inhaltliche Erstreckung auf ausländische Rechtsanwälte ............ 20 3. Mutmaßliche Hintergründe der Erstreckung ................................ 21 B. Sachlicher Anwendungsbereich ...................................................................24 I. Schutz des gesamten Verfahrens ........................................................... 24 II. Verpflichtung zur Zulassung ................................................................. 25 III. Kein Schutz von Beiständen .................................................................. 25 IV. Umgang mit entgegenstehenden Vereinbarungen ............................. 25 1. Kein absolutes Nichtzulassen von Rechtsanwälten ...................... 26 XXVI 2. Kein relatives Nichtzulassen von Rechtsanwälten ........................ 26 3. Ausschluss der Kostenübernahme .................................................. 28 C. Persönlicher Anwendungsbereich ...............................................................28 I. Definitionsversuche der Literatur ......................................................... 28 1. Anwaltseigenschaft und Prozessführungsbefugnis ...................... 28 2. Juristische Ausbildung ...................................................................... 29 II. Eigener Definitionsversuch ................................................................... 31 1. Maßgeblichkeit des deutschen Berufsbilds .................................... 31 2. Anlehnung an § 206 BRAO ............................................................. 31 3. Berufsbildbedingte Beschränkungen ............................................. 32 a) Unternehmensjuristen (Syndikusanwälte) ............................. 32 b) Berufsbeamte ............................................................................. 33 III. Reflexwirkung auf das RDG...

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