Show Less

Internationaler Rechtsschutz gegen fehlerhafte Ratings

Eine Betrachtung des Internationalen Zivilverfahrens- und Privatrechts sowie der Rating-Verordnung

Series:

Carolin Happ

Carolin Happ beschäftigt sich mit der Haftung von Ratingagenturen aus Sicht des IPR und IZVR. Sie klärt, welches Sachrecht überhaupt zur Anwendung kommt und befasst sich mit der maßgeblichen Frage, welches Gericht zur Entscheidung berufen ist. Die im Jahre 2013 geänderte Rating-VO, als unionsrechtliches Einheitsrecht, stellt einen neuen Haftungstatbestand zur Verfügung, dessen Anwendungsbereich und Voraussetzungen von der Autorin ebenfalls eingehend untersucht werden.

Prices

See more price optionsHide price options
Show Summary Details
Restricted access

Gesamtwürdigung

Extract

Mit der vorliegenden Arbeit sollten die Klagemöglichkeiten gegen eine auslän- dische Ratingagentur im Hinblick auf die Vorgaben des Internationalen Zivil- verfahrens- und Privatrechts unter Berücksichtigung der Rating- VO untersucht werden. Es galt die Fragen zu beantworten, ob eine ausländische Ratingagentur vor deutschen Gerichten überhaupt gerichtspflichtig sein kann und ob mögliche Haftungsgrundlagen dem deutschen Recht unterliegen können. Zunächst war daher – nach Darstellung der wesentlichen Grundlagen in Ab- schnitt A. – in Abschnitt B. auf die Rating- VO einzugehen. Durch Einführung der Rating- VO wurden Anstrengungen zur Eindämmung der wirtschaftlichen Relevanz von Ratings unternommen. Dennoch ist nicht davon auszugehen, dass die Frage einer Haftung gegen Ratingagenturen an Relevanz verlieren wird. Boni- tätseinschätzungen sowie Informationsintermediäre sind für das Funktionieren des Kapitalmarktes unerlässlich. In einer globalisierten Gesellschaft werden die Regelungen des Internationalen Zivilverfahrens- und Privatrechts dabei immer zu beachten sein. Daran vermag die Rating- VO durch ihre Registrierungspflicht für Ratingagenturen in der Union1663 auch nichts zu ändern. Gerade die uni- onsrechtlichen, zivilverfahrens- und kollisionsrechtlichen Regelungen erlangen immer mehr Relevanz und drängen die entsprechenden nationalen Regelung in den Hintergrund, ohne dass diese dadurch gänzlich obsolet würden. Doch auch Drittstaatensachverhalte, bei denen insbesondere im Zuständigkeitsrecht noch regelmäßig nationale Vorschriften Anwendung finden, werden durch die Errichtung europäischer Ratingagenturen, die letztendlich ganz überwiegend (100%ige) Tochtergesellschaften von US- amerikanischen Ratingagenturen dar- stellen, nie ganz in den Hintergrund gelangen. Es ist allerdings zu erwarten, dass durch die regulierungsrechtlichen Vorgaben der...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.