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Bildungspolitik im Kaiserreich: Die Thun-Hohenstein’sche Universitätsreform insbesondere am Beispiel der Juristenausbildung in Österreich

Die Thun-Hohenstein´sche Universitätsreform insbesondere am Beispiel der Juristenausbildung in Österreich

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L. M. Graf von Thun und Hohenstein

Das Buch untersucht das Reformwerk ebenso wie die Person des österreichischen Reformers Leo Thun-Hohenstein und widmet sich auch den gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen der Epoche. Noch während der Revolution von 1848 erkannte das österreichische Kaiserhaus, dass nur eine fundamentale Reform des Bildungssystems die revolutionäre Stimmung an den Universitäten befrieden könnte. Leo von Thun-Hohenstein setzte die ihm vom Kaiser gestellte Aufgabe als Unterrichtsminister von 1849–1860 trotz teils heftiger Widerstände um. Bis heute beeinflusst die Reform des Leo Thun-Hohenstein das österreichische Bildungswesen.

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Vorwort

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Nur wenigen Doktoranden bietet sich die Gelegenheit, ein Mitglied der ei- genen Familie zum Gegenstand ihrer Dissertation zu machen. Umso erfreu- licher ist es, wenn die nachhaltige Wirkung, die von dieser Person ausgeht wie die posthume Wertschätzung, die sie auch weit mehr als ein Jahrhun- dert nach ihrem Tod noch erfährt, nie den Verdacht aufkommen lässt, mit der Wahl zum Gegenstand einer wissenschaftlichen Bearbeitung müsste ein geschätzter, aber ansonsten bedeutungsloser Verwandter vor dem Ver- gessen bewahrt werden. Tatsächlich zeigt das übergroße Standbild des Leo Graf Thun-Hohenstein, das den Arkadenhof der Universität Wien neben den Büsten anderer, für die Wissenschaft wie die Universität gewiss nicht be- deutungsloser, Persönlichkeiten ziert, den Stellenwert, den Leo Graf Thun- Hohenstein für das akademische Leben in Österreich eingenommen hat und auch heute noch einnimmt. Kaum eine der zahlreichen Diskussionen über die Qualität der Hochschulausbildung der Gegenwart und denkbare Reformen wird in Österreich ohne einen Hinweis auf das Wirken von Leo Graf Thun- Hohenstein geführt. Auch ohne den Vorzug, mit diesem bedeutenden Mann verwandt zu sein, wäre eine Aufarbeitung seines Lebens und Wirkens daher eine dankbare Aufgabe für eine wissenschaftliche Arbeit gewesen. Gerade der Blick auf die heutige Hochschullandschaft und die immerwährende Diskussi- on über deren Reform zeigt aber auch, dass selbst .eine noch so herausragende Persönlichkeit durch die in ihrer Epoche jeweils gegebenen gesellschaftlichen und politischen Umstände zwar beflügelt, vor allem aber begrenzt werden kann....

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