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Entwicklungsmöglichkeiten nichtärztlicher Gesundheitsberufe

Im Kontext des demografischen Wandels unter Beachtung ökonomischer Aspekte

Rainer Thiele

Der Autor diskutiert die Herausforderungen durch den demografischen Wandel, welche das Gesundheitssystem und die Gesellschaft meistern müssen. Das Gesundheits- und Pflegesystem sieht sich mit einer steigenden Anzahl von Erkrankungen von Menschen über 60 Jahren konfrontiert. Durch die Einführung neuer medizinischer Versorgungskonzepte und das Freisetzen von Arztkapazitäten durch Delegation und Übernahme ärztlicher Tätigkeiten von neuen, akademisierten Gesundheitsberufen kann dieser Entwicklung begegnet werden. Zusätzliche Lösungsansätze finden sich auch im Einsatz kostensparender ökonomischer Hebel wie der Balanced Score Card und der Verzahnung von ambulanter und stationärer Behandlung zur Effektivitäts- und Effizienzsteigerung.

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2. Demografischer Wandel und Pflegebedürftigkeit

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In diesem Abschnitt der Arbeit geht es um die demografi- sche Entwicklung Deutschlands nach dem Zweiten Welt- krieg. Begleiterscheinung des demografischen Wandels in Bezug auf eine älter werdende Bevölkerung sind bestimmte Schwerpunkterkrankungen und multimorbide Patienten, die zu erwarten sind. Eine Prognose von Fallzahlen für die nächs- ten Jahrzehnte in Bezug auf Pflegebedürftigkeit und Kran- kenhausbehandlungen wird vorgenommen. Schließlich wird erörtert, welche strategischen Ziele und Maßnahmen von der Bundesregierung auf den Weg gebracht wurden, um den Anforderungen, die sich aus dem demografischen Wandel für den Gesundheits- und Pflegebereich ergeben, Genüge zu tun. 2.1  Demografische Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg Es kam, wie Schumpelick und Vogel feststellen, bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges immer wieder zu erheblichen Schwankungen der Bevölkerungszahl. Ursachen waren Krie- ge, Unruhen, Naturkatastrophen, aber auch Krankheiten und Epidemien mit Todesfolge. In anderen Zeitabschnitten schnellte die Geburtenrate in die Höhe. So stieg beispiels- weise die Bevölkerungszahl zwischen 1800 und 1900 um das Eineinhalbfache. (vgl. Schumpelick & Vogel 2005:162) Dinkel und Meinl geben an, dass die erste Volkszählung nach dem Zweiten Weltkrieg im Oktober 1946 ein Ergebnis von 63 bis 65 Mio. Menschen (West- und Ostgebiet) ergab, inklusive zehn Mio. Flüchtlinge und Vertriebene. Weiter wei- sen die Autoren auf die wachsende Bevölkerungsentwicklung in der Bundesrepublik hin, der ein Bevölkerungsrückgang in 24 der DDR entgegenstand. Bei Steigerung der Einwohnerzahlen von 45 Millionen (nur Westen) im Jahr 1946 auf 63 Mio. im Jahr 1990 in der...

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